Barmenia Versicherung

Die Barmenia Versicherung hat eine wechselvolle, teils unrĂŒhmliche Geschichte hinter sich. Dennoch zĂ€hlt die heute in Wuppertal beheimatete Die Barmenia Versicherung hat eine wechselvolle, teils unrĂŒhmliche Geschichte hinter sich. Dennoch zĂ€hlt die heute in Wuppertal beheimatete Krankenversicherung heute zu den erfolgreichsten Versicherungsunternehmen Deutschlands.

Die Barmenia Versicherung entwickelte sich aus mehreren Ursprungsunternehmen. In Leipzig wurde 1904 die „Gewerbekrankenkasse zu Leipzig“ gegrĂŒndet. Der TĂ€tigkeitsbereich der Krankenkasse blieb auf den damaligen Verwaltungsbezirk der Kreishauptmannschaft Leipzig begrenzt. Es folgte 11 Jahre spĂ€ter die GrĂŒndung der „Gewerbe- und Handwerkerkrankenkasse fĂŒr das Königreich Sachsen- Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit zu Leipzig“. Diese beiden Krankenkassen vereinigten sich 1923 zur „Versicherungsanstalt fĂŒr Beamte und freie Berufe VaG“. Unterdessen entwickelte sich aus der Barmer Ersatzkasse die „Barmenia Versicherungsbank fĂŒr Mittelstand und Beamte VaG zu Barmen“, benannt nach dem heute zu Wuppertal gehörenden Ortsteil Barmen. 1926 folgte die „Barmenia Lebensversicherung aG“. Zur Fusion sowohl der Krankenkassen als auch der Lebensversicherungen kam es im Jahre 1928. Die Unternehmen firmierten seit 1931 dann unter den Namen „Leipziger Verein-Barmenia Krankenversicherung fĂŒr Beamte, freie Berufe und Mittelstand a.G.“ und „Leipziger Verein-Barmenia Lebensversicherung a.G.“ Der Sitz beider Unternehmen lag in Leipzig.

Ab 1933 wuchs der Antisemitismus im Unternehmen. JĂŒdische BĂŒrger wurden in immer stĂ€rkeren Maße durch die GeschĂ€ftspolitik diskriminiert. Juden neigten dazu, „Krankheitssymptome zu ĂŒbertreiben“, so die BegrĂŒndung des Vorstandsvorsitzenden. Die Barmenia gehörte zu den Förderern des Nationalen Krankenversicherungsvereins. Dieser versicherte hauptsĂ€chlich NS-Mitglieder, die WeiterbeschĂ€ftigung von Juden im Unternehmen und der Vertragsschluss mit Juden waren damit politisch nicht vereinbar. Es folgten Benachteiligungen ĂŒber das Vorenthalten der Gewinnbeteiligung und spĂ€ter der komplette Leistungsausschluss und damit der Rausschmiss aus der Krankenversicherung.

Mit Kriegsende gerĂ€t die Barmenia Versicherung in schweres Fahrwasser. Im sowjetischen Sektor werden private Krankenversicherungen verboten. Das Vermögen der Barmenia Versicherung wird beschlagnahmt. Die Barmenia wechselt mit dem Zweig der Lebensversicherung nach Hamburg, die private Krankenversicherung zieht nach Wuppertal um. Nach diversen Sitzverlegungen des „Leipziger Verein – Barmenia Lebensversicherung a.G.“ nimmt schließlich die „Barmenia Allgemeine Versicherung a.G.“ ihren GeschĂ€ftsbetrieb auf. 1971 werden schließlich auch die bislang in Hamburg ansĂ€ssigen Unternehmensteile nach Wuppertal verlagert.

Heute erscheint die Barmenia Versicherung unter den TOP 10 der grĂ¶ĂŸten deutschen privaten Krankenversicherer. In der Rechtsform eines Versicherungsvereins auf Gegenseitigkeit sind die Versicherungsnehmer als Mitglieder zu 100% am Unternehmen beteiligt. Die Versicherung beschĂ€ftigt ĂŒber 3.400 Mitarbeiter im Innen- und Außendienst, davon sind rund 1.760 fest angestellte KrĂ€fte und ca. 150 Azubis allein am Standort in Wuppertal beschĂ€ftigt. Die Arbeit in der FlĂ€che ĂŒbernehmen die 44 Bezirksdirektionen und zahlreichen Makler, so dass die Barmenia Versicherung bundesweit agieren kann. Die Mitarbeiter betreuen einen Bestand von 1,717 Millionen VersicherungsvertrĂ€gen. Den grĂ¶ĂŸten Umsatz macht die Barmenia Versicherung dabei immer noch auf dem Gebiet der privaten Krankenversicherung. Das Unternehmen besteht aus den Zweigen „Barmenia Krankenversicherung a.G.“, „Barmenia Lebensversicherung a.G.“ und „Barmenia Allgemeine Versicherungs-AG“. Letztere wird, wie das KĂŒrzel bereits sagt, als Aktiengesellschaft betrieben. Die Aktien gehören zu 100% der Barmenia Krankenversicherung a.G. Durch ihre unterschiedlichen Zweige hat sich die Barmenia zu einem Allsparten-Versicherer entwickelt.

Barmenia Versicherung Kontaktdaten

Barmenia Versicherungen
Barmenia-Allee 1
42119 Wuppertal

Telefonnummer: 0202 / 438-2906
Faxnummer: 0202 / 438-2846

E-Mail: [email protected]
Internet: www.barmenia.de

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