Private Krankenversicherung

Mit einer privaten Krankenversicherung (PKV) profitieren Sie von besserer Behandlung. Doch zahlt sich dieser Schritt in die PKV f√ľr sie aus?

Inhalts√ľbersicht

Die¬†private Krankenversicherung, abgek√ľrzt¬†PKV,¬†ist eine in Deutschland existierende Option sich gegen hohe Kosten abzusichern, deren Urs√§chlichkeit bei Unf√§llen¬†oder Krankheiten zu sehen ist. Diese Form der finanziellen Absicherung besteht neben der gesetzlichen Krankenversicherungspflicht (GKV). Die Kostendeckung erfolgt ebenso bei vorbeugenden beziehungsweise von √§rztlicher Seite erforderlichen diagnostische Ma√ünahmen.

Mit einer privaten Krankenversicherung (PKV) profitieren Sie von besserer Behandlung. Doch zahlt sich dieser Schritt in die ‚ÄěPKV‚Äú f√ľr sie aus?
Mit einer privaten Krankenversicherung (PKV) profitieren Sie von besserer Behandlung. Doch zahlt sich dieser Schritt in die ‚ÄěPKV‚Äú f√ľr sie aus?

Die private Krankenversicherung und Unternehmensformen

Die Private Krankenversicherung in Deutschland wird von Unternehmen in privatrechtlich organisierter Form durchgef√ľhrt. Dazu gibt es Unternehmungen auf der Basis von Aktiengesellschaften, dies sind im Moment vierundzwanzig an der Zahl. Weiterhin gibt es hier Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit, abgek√ľrzt VVaG; diese Unternehmensform haben zur Zeit neunzehn Versicherungsunternehmen. Die Rechtsgrundlage bildet dabei das sogenannte Unternehmensrecht, was explizit aus Paragraph einhundertdreiundneunzig des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG) sowie dem Versicherungsaufsichtsgesetz hervorgeht.

Dadurch kommt in der privaten Krankenversicherung zwischen Patient und Versicherung ein privatrechtlicher Vertrag zustande. Daher resultiert auch die Begrifflichkeit der privaten Krankenversicherung. Auf dieser Grundlage entsteht ein Rechtsverh√§ltnis auf freiwilliger Basis. Dieses hat f√ľr den Versicherungsnehmer jeweils die Zahlungspflicht der Beitr√§ge zur Folge. Auf der anderen Seite hat der Versicherte das Recht, die entsprechenden Versicherungsleistungen zu erhalten, sobald der Versicherungsfall eintritt. Die Finanz- sowie Rechtsaufsicht unterliegt in Deutschland f√ľr die private Krankenversicherung bei der Bundesanstalt f√ľr Finanzdienstleistungsaufsicht, auch unter dem K√ľrzel BaFin bekannt. Der Unterschied zu den Tr√§gern in der Gesetzlichen Krankenversicherung, der GKV, ist dabei, dass diese ausschlie√ülich als K√∂rperschaften des √∂ffentlichen Rechts agieren. Deshalb unterliegen diese auch der staatlichen Aufsicht des Bundesversicherungsamtes beziehungsweise den l√§ndereigenen Aufsichtsbeh√∂rden. Die Begrifflichkeit Private Krankenversicherung steht als Synonym f√ľr eine Gesamtheit der Versicherungsunternehmen, die in diesem Segment eine Versicherung offerieren.

Seit dem Jahre 2009 ist im Versicherungsvertragsgesetz die Versicherungspflicht f√ľr Personen mit Wohnsitz in Deutschland festgelegt. Das betrifft den Personenkreis, der nicht gesetzlich versichert ist, und keinen Anspruch auf die freie Heilf√ľrsorge hat. Als Besonderheiten gibt es noch die Krankenversorgung der Bundesbahnbeamten, die KVB, sowie die Postbeamtenkrankenkasse ‚Äď PBeaKK. Dies sind K√∂rperschaften des √∂ffentlichen Rechts, die jedoch nicht zu einer privaten Krankenversicherung und auch nicht zur gesetzlichen Krankenversicherung z√§hlen. Diese Einrichtungen sind als Sozialeinrichtungen der entsprechenden Unternehmen anzusehen.

Die private Krankenversicherung und die Mitgliedschaft

Damit jemand eine private Krankenversicherung abschließen kann, bedarf es einiger Grundlagen. Diese sind beim Abschluss das jeweilige Alter, der Gesundheitszustand des Antragstellers, die Zugehörigkeit zu einer entsprechenden Berufsgruppe sowie die Leistung, die versichert werden soll. Bestehen beim Antragsteller bestimmte Krankheitsrisiken oder liegen bereits Vorerkrankungen vor, wird ein Risikozuschlag erhoben, beziehungsweise ein darauf bezogener Leistungsausschluss erwägt.

Davon ausgenommen ist der sogenannte Basistarif, f√ľr diesen besteht ein Kontrahierungszwang. Beihilfeberechtigte, die erstmalig zu versichern sind, wie Beamte, k√∂nnen sich im Rahmen einer sogenannten √Ėffnungsaktion unabh√§ngig von Vorerkrankungen mit einem Risikozuschlag, der maximal drei√üig Prozent betr√§gt, versichern. Dies gilt f√ľr eine private Krankenversicherung, die an der Aktion teilnimmt.

Andere Arbeitnehmer, deren Einkommen √ľber der Jahresarbeitsentgeltgrenze liegt, Beamte, Freiberufler sowie Selbst√§ndige sind von einer Versicherungspflicht ausgenommen. Sie k√∂nnen selbst entscheiden, ob f√ľr sie eine private Krankenversicherung in Frage kommt, oder ob sie sich freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung versichern. F√ľr K√ľnstler, die freiberuflich t√§tig sind und f√ľr Journalisten gelten dieselben Voraussetzungen wie f√ľr Arbeitnehmer.

Private Krankenversicherung und Kinder

In der privaten Krankenversicherung muss f√ľr jedes Kind ein eigener Beitrag gezahlt werden. Es gibt hier im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung keine Familienversicherung.
Eltern, die eventuell unterschiedlich versichert sind, haben in diesem Fall die Wahl zwischen beiden Krankenversicherungssystemen. Hat zum Beispiel der Elternteil einem h√∂heren Einkommen eine private Krankenversicherung, sind die Eltern verheiratet und das Gesamteinkommen liegt monatlich regelm√§√üig √ľber dem Zw√∂lftel der Jahresarbeitsentgeltgrenze, so ist aber keine kostenlose Familienversicherung in der gesetzlichen Versicherung m√∂glich. Grundlage daf√ľr ist Paragraph zehn, Absatz drei SGB V.

Hier besteht eine Wahlm√∂glichkeit zwischen einer Beitragspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung gem√§√ü Paragraph neun, Absatz eins, Nummer zwei, SGB V oder aber in der privaten Krankenversicherung. Wenn ein Kind privat krankenversichert wird, so muss dies nicht unbedingt beim Versicherer der Eltern geschehen, da einige Versicherer Kinder alleine versichern. Die private Krankenversicherung bildet f√ľr Kinder jedoch keine Alterungsr√ľckstellung. Somit gehen keine R√ľckstellungen verloren, daher ist ein Wechsel des Versicherers hier einfacher als bei den Erwachsenen.

Die Versicherung eines Kindes kostet etwa zwischen sechzig und zweihundert Euro Beitrag, je nach Leistung. Die √ľbliche Gesundheitspr√ľfung entf√§llt bei Kindern nur, wenn zum Beispiel ein Neugeborenes sp√§testens zwei Monate nach Geburt, r√ľckwirkend zum Ersten des Geburtsmonats in die private Krankenversicherung der Eltern eintritt. Dies gilt gem√§√ü Paragraph 198, Absatz 1 des Versicherungsvertragsgesetzes nur f√ľr die jeweiligen Tarife, f√ľr die bereits eine Versicherung bei den Eltern besteht. Der Beihilfeanspruch der Eltern erstreckt sich ebenfalls auf ein oder mehrere Kinder. Bei Angestellten und eigenen Kindern wird ein Arbeitgeberzuschuss zur Krankenversicherung gezahlt, und zwar bis zum aktuellen durchschnittlichen H√∂chstsatz der gesetzlichen Krankenkassen.

Der Beitrag, der dar√ľber hinausgeht, ist vom Angestellten selbst zu tragen. Betragen beispielsweise Pr√§mien f√ľr die private Krankenversicherung zusammengerechnet eintausend Euro im Monat, zahlt der Arbeitnehmer 749,80 Euro vom versteuerten Nettoeinkommen. Der Arbeitgeber zahlt 287,44 Euro (Stichtag 1. Januar 2013). In der Pflegeversicherung fallen bei Kindern keine gesonderten Beitr√§ge an.

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Die Finanzierung der privaten Krankenversicherung in M√ľnchen

Die private Krankenversicherung erhebt einkommensunabh√§ngige Versicherungspr√§mien. F√ľr die Berechnung der Versicherungsbeitr√§ge ist das √Ąquivalenzprinzip ma√ügeblich. Das hei√üt, hier besteht ein Zusammenhang zwischen Leistung und der Gegenleistung.

Nach dem Prinzip der Kapitaldeckung werden in der privaten Krankenversicherung Alterungsr√ľckstellungen gebildet. Der Versicherte ist hier selbst Vertragspartner des Arztes, des Krankenhauses oder von Apotheken und Laboren. Grunds√§tzlich gilt hier das Kostenerstattungsprinzip, das bedeutet der Versicherte erh√§lt eine Rechnung f√ľr die Leistungen, die er in Anspruch genommen hat. Die Beitr√§ge errechnen sich nach dem Alter, dem Gesundheitszustand sowie den gew√ľnschten Versicherungsleistungen.

Bis zum 21. Dezember 2012 galt das Geschlecht als weitere Berechnungsgrundlage. Seither gelten die Unisextarife. Der anfängliche Beitrag richtet sich nach dem Eintrittsalter der versicherten Person. Auch die Berufsgruppe spielt eine Rolle.

F√ľr Angeh√∂rige des √∂ffentlichen Dienstes ist das Risiko geringer, der Beitrag entsprechend g√ľnstiger gestaltet. Einige gef√§hrliche Berufe, zum Beispiel Sprengmeister, erfordern durch h√∂here Risiken dann h√∂here Beitr√§ge. Vorerkrankungen vom Versicherten f√ľhren zu Risikozuschl√§gen. Dies sind prozentuale Aufschl√§ge auf den normalen Versicherungsbeitrag. Diese Aufschl√§ge k√∂nnen auf Antrag des Versicherungsnehmers, nach aktuellem Gesundheitszustand nach einiger Zeit √ľberpr√ľft, und eventuell reduziert werden.

Im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung kann die private Krankenversicherung Antragsteller aufgrund seines Gesundheitszustandes ablehnen. Eine Ausnahme besteht f√ľr die Nachversicherung von Neugeborenen. Das ist der sogenannte Kontrahierungszwang. Die private Krankenversicherung muss dann unabh√§ngig vom Gesundheitszustand des Babys ohne Risikozuschl√§ge beziehungsweise Leistungsausschl√ľsse akzeptiert werden.

Eine Auswahl meiner Leistungen:

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