Berufsunfähigkeits-Versicherung Leistungen

So wählen Sie den passenden Berufsunfähigkeitsschutz! 

(Private Berufsunf√§higkeitsversicherung, Monatliche Rente …)

Inhalts√ľbersicht

Berufsunfähigkeitsversicherung Leistungen

Vor einer Diagnose, die in die Arbeitsunf√§higkeit f√ľhren kann, ist niemand sicher. Zur Berufsunf√§higkeit k√∂nnen zum Beispiel ein Bandscheibenvorfall oder Krebs, aber auch psychische Erkrankungen wie Depressionen f√ľhren.

Plötzlich ohne ein gesichertes Einkommen dazustehen, kann diese Probleme noch immens verschärfen und somit eine Abwärtsspirale nach sich ziehen, die kaum noch zu kontrollieren ist. Nicht aber, wenn Sie rechtzeitig eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen haben, denn diese Versicherung bewahrt Sie vor einem finanziellen Schaden.

W√§hrenddessen betr√§gt die Hilfe vom Staat durch die Erwerbsminderungsrente durchschnittlich nicht einmal 1.000 Euro monatlich. Weiterhin greift sie nicht in allen F√§llen. Wir empfehlen es Berufst√§tigen deswegen, fr√ľhzeitig eine Berufsunf√§higkeitsversicherung (kurz BU) abzuschlie√üen. Wie genau das funktioniert und welche Schritte daf√ľr unbedingt notwendig sind, erkl√§ren wir Ihnen in diesem Artikel.

Frau sitzt verzweifelt auf dem Boden und weiß nicht weiter.
Wavebreakmedia auf istockphoto.com: Krankenschwester Sitzen In Einem Korridor Und Hält Ihr Kopf Stockfoto und mehr Bilder von Krankenpflegepersonal - iStock (istockphoto.com)

Versorgungsl√ľcke: Staatliche Erwerbsminderungsrente oft unzureichend

Viele Berufst√§tige machen den Fehler und verlassen sich voll und ganz auf die gesetzlichen Leistungen, die im Falle einer Berufsunf√§higkeit erwartbar sind. Vor allem j√ľngere Generationen sollten jedoch mehr auf zus√§tzliche private Versicherungen setzen. Grund daf√ľr ist, dass nach dem 2. Januar 1961 geborene Arbeitnehmer/innen keinen Anspruch mehr auf eine umfassende gesetzliche Leistung haben, die vergleichbar mit dem ist, was sie bei Abschluss einer BU-Versicherung erhalten k√∂nnen.

Ausschließlich solche Arbeitnehmer/innen, die weniger als sechs Stunden am Tag einer Beschäftigung nachgehen können, erhalten eine gesetzliche Absicherung. Von der vollen Erwerbsminderungsrente profitiert hingegen nur, wer weniger als drei Stunden pro Tag arbeitet. In der Regel beträgt diese gerade einmal weniger als ein Drittel des letzten Bruttoeinkommens.

 

Berufsunfähigkeit, Arbeitsunfähigkeit, Erwerbsunfähigkeit: die relevanten Rechtsbegriffe kurz erklärt

Sofern die Gesundheit eines Arbeitnehmers in einem Ma√üe beeintr√§chtigt ist, dass er vor√ľbergehend, l√§ngerfristig oder gar nicht mehr dazu imstande ist, einer beruflichen T√§tigkeit nachzugehen, wird zwischen verschiedenen Arten der Einschr√§nkungen unterschieden. Hierbei kommt es vor allem auf die Dauer der Beeintr√§chtigung und die jeweiligen Chancen der Heilung an. Wichtig ist aber in jedem Fall, dass man als Arbeitskraft gut gegen diese Risiken abgesichert ist.

Mit einer Berufsunf√§higkeitsversicherung sollten die verschiedenen F√§lle bestm√∂glich abgedeckt sein. Dazu ist es allerdings wichtig, dass man die verschiedenen Rechtsbegriffe sicher unterscheiden kann. In diesem Ratgeber geben wir Aufschluss dar√ľber, welche Bedeutung sie haben. Au√üerdem stellen wir eine geeignete Alternative zur Berufsunf√§higkeitsversicherung vor.

Arbeitsunfähigkeit

Im Arbeits- und Sozialrecht ist die Arbeitsunf√§higkeit ein undefinierter Begriff. Arbeitsunf√§hig meint demnach, dass jemand so krank ist, dass er oder sie den vertraglich geschuldeten beruflichen Aufgaben vor√ľbergehend nicht mehr nachkommen kann. Die Ursachen daf√ľr k√∂nnen vielseitig und sowohl psychischer als auch physischer Natur sein. Auch Unfallfolgen sind ein nicht seltener Grund f√ľr die Arbeitsunf√§higkeit eines Menschen.

Mitunter liegt die Ursache f√ľr die Arbeitsunf√§higkeit auch darin begr√ľndet, dass sich eine Erkrankung mit Fortf√ľhrung der Arbeit verschlechtern k√∂nnte. Die Beurteilung einer Arbeitsunf√§higkeit ist auch von der jeweils ausge√ľbten T√§tigkeit abh√§ngig. So kann es sein, dass ein Mitarbeiter/ eine Mitarbeiterin wegen einer bestimmten Erkrankung als arbeitsunf√§hig eingestuft wird, w√§hrend ein oder eine andere Mitarbeiter/in es nicht ist.

Alle gesetzlichen Grundlagen zum Thema Arbeitsunf√§higkeit sind im Entgeltfortzahlungsgesetz ¬ß 5 geregelt. Demnach haben Arbeitnehmer/innen die Pflicht, ihrem Arbeitgeber die Arbeitsunf√§higkeit und deren voraussichtliche Dauer “unverz√ľglich mitzuteilen.” Wenn die Arbeitsunf√§higkeit l√§nger andauert als drei Arbeitstage, muss eine √§rztliche Bescheinigung √ľber das Bestehen der Arbeitsunf√§higkeit und deren voraussichtliche Dauer sp√§testens am darauffolgenden Arbeitstag vorliegen. Rechtlich gesehen d√ľrfen Arbeitgeber diese √§rztliche Bescheinigung auch bereits fr√ľher, zum Beispiel am ersten Tag der Arbeitsunf√§higkeit, einfordern.

Im Entgeltfortzahlungsgesetz ist auch die finanzielle Absicherung in der Arbeitsunf√§higkeit geregelt. In der Regel muss der Arbeitgeber das Gehalt oder den Lohn bis zu sechs Wochen lang weiterzahlen, wenn eine Krankschreibung durch den Arbeitnehmenden eingereicht wird. Besteht der Fall, dass ein Arbeitnehmer mehrmals aufgrund derselben Erkrankung arbeitsunf√§hig ist (mit Unterbrechungen dazwischen), kommt es zur Summierung der damit in Verbindung stehenden Abwesenheitstage. Sind insgesamt 42 Tage erreicht, endet der Anspruch f√ľr den Arbeitnehmer. Die Entgeltfortzahlung gilt auch im Falle einer Arbeitsverhinderung, die aufgrund einer medizinischen Vor- oder Nachsorge eingetreten ist.

Bei Arbeitnehmern, die l√§nger als sechs Wochen lang krankgeschrieben und somit auch arbeitsunf√§hig sind, wird die Zahlung des Krankengeldes von der Krankenkasse des Arbeitnehmenden √ľbernommen. Wegen der verschiedenen Abz√ľge betr√§gt dieses jedoch nur etwa 75 Prozent vom bisherigen Nettoarbeitsgehalt. Wegen dergleichen Erkrankung gilt eine maximale Bezugsdauer von 78 Wochen.

Eine Arbeitsunf√§higkeit ist in der Regel nur von kurzer Dauer und vor√ľbergehend. Ist die Krankheit vollst√§ndig ausgeheilt, kann man wieder im Beruf eingesetzt werden. In manchen F√§llen kann eine dauerhaft bestehende gesundheitliche Beeintr√§chtigung zur√ľckbleiben, die es Betroffenen unm√∂glich macht, wieder in ihren Beruf zur√ľckzukehren. Nach Ablauf der genannten 78 Wochen beginnt dann ein neuer Status: die Erwerbsunf√§higkeit beziehungsweise -minderung.

Fallen Sie langfristig aus oder k√∂nnen nicht mehr in Ihren Beruf zur√ľckkehren, sind Sie dagegen berufsunf√§hig. In diesem Fall sollten Sie √ľber eine passende Berufsunf√§higkeitsversicherung ohne Gesundheitsfragen verf√ľgen, die Sie ausreichend absichert.

Erwerbsunfähigkeit und Erwerbsminderung

Sind Sie als Arbeitnehmer/in aufgrund von Krankheit oder auch einer Behinderung (k√∂rperlich oder geistig) auf unabsehbare Zeit nicht dazu in der Lage, einem Beruf nachzugehen, gelten Sie als erwerbsunf√§hig. Seit dem Jahr 2001 wird daf√ľr der Begriff “Erwerbsminderung” von der gesetzlichen Rentenversicherung verwendet. Allerdings wird im allgemeinen Sprachgebrauch und in den Gesetzb√ľchern noch immer der Begriff “erwerbsunf√§hig” gebraucht.

Alle gesetzlichen Grundlagen zur Erwerbsminderung sind im Sozialgesetzbuch (SGB) definiert. Sobald ein Arbeitnehmer oder eine Arbeitnehmerin nicht mehr dazu f√§hig ist, sechs Stunden t√§glich zu arbeiten, spricht man laut dem Gesetz von einer Erwerbsminderung. Wird die gesetzliche Erwerbsminderungsrente bei Einritt der Berufsunf√§higkeit beantragt, muss die Erwerbsunf√§higkeit mittels Gutachten festgestellt und nachgewiesen werden. Dieses gibt die Rentenversicherung in Auftrag. Sie besch√§ftigt eigene Mediziner/innen, die f√ľr die Erstellung solcher Gutachten verantwortlich sind.

Zu unterscheiden sind die folgenden Stufen der Erwerbsminderung:

  • Teilweise erwerbsgemindert: Arbeitnehmer, die zwar nicht mehr als sechs Stunden, jedoch mindestens drei Stunden am Tag arbeiten k√∂nnen. Die jeweilige Arbeitsmarktlage wird dabei nicht beachtet.

  • Voll erwerbsgemindert: Als voll erwerbsgemindert gelten Sie, wenn Sie auch nicht mehr dazu in der Lage sind, drei Stunden pro Tag einer Arbeit nachzugehen.

Um von der staatlichen Erwerbsminderungsrente zu profitieren, m√ľssen Sie mindestens f√ľnf Jahre lang in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert gewesen sein und regelm√§√üig Ihre Beitr√§ge gezahlt haben. Wichtig ist zudem, dass Sie in den letzten f√ľnf Jahren vor dem Eintritt der Erwerbsminderung mindestens drei Jahre lang Pflichtbeitr√§ge gezahlt haben.

Gut zu wissen: Bei diesen drei Jahren muss es sich nicht um einen zusammenhängenden Zeitraum handeln.

Auch dann, wenn Sie Anspruch auf eine volle Erwerbsminderungsrente besitzen, m√ľssen Sie im Normalfall mit finanziellen Einbu√üen rechnen, die nicht unerheblich sind. Je j√ľnger Sie bei Eintritt der Berufsunf√§higkeit sind, desto h√∂her werden diese ausfallen.

Alle bisher erworbenen Anspr√ľche auf Erwerbsminderungsrente sind als erster Betrag in der Renteninformation angegeben, die man j√§hrlich erh√§lt. Sind Sie nur teilweise erwerbsgemindert, erhalten Sie auch nur die halbe Rente, da angenommen wird, dass Sie Geld mit einer Teilzeitbesch√§ftigung hinzuverdienen.

Spezielle Erwerbsminderungsversicherungen (EMV) k√∂nnen eine sinnvolle Erg√§nzung zu den Leistungen der gesetzlichen Erwerbsminderungsrente darstellen. Diese haben den Zweck, alle anfallenden Lebenshaltungskosten abdecken zu k√∂nnen. Erwerbsminderungsversicherungen sind die preiswertere Variante von beidem. Haben Sie die Wahl, sollten Sie sich f√ľr eine Berufsunf√§higkeitsversicherung mit einer BU-Rente bei einem Verlust der Berufsf√§higkeit im zuletzt ausge√ľbten Beruf von mindestens 50 Prozent und ohne abstrakte Verweisung entscheiden. Bedenken Sie jedoch, dass eine EMV besser ist als gar keine Absicherung der Arbeitskraft zu w√§hlen.

Berufsunfähigkeit

Berufsunf√§hig ist man, wenn man voraussichtlich l√§nger als sechs Monate nicht mehr im bisherigen Beruf arbeiten kann. Die Ursachen f√ľr den Eintritt der Berufsunf√§higkeit sind vielf√§ltig und k√∂nnen zum Beispiel durch eine dauerhafte Erkrankung oder vor√ľbergehende Beeintr√§chtigungen bestehen (zum Beispiel durch einen Unfall). Mittlerweile liegen die h√§ufigsten Gr√ľnde f√ľr eine Berufsunf√§higkeit in der Psyche begr√ľndet.

Sind Sie berufsunf√§hig, m√ľssen Sie nicht zwangsl√§ufig auch erwerbsunf√§hig sein. Beispielsweise k√∂nnen Sie als Koch oder K√∂chin mit einer Erkrankung des R√ľckens auch noch leichte B√ľroarbeiten verrichten.

Im Sozialgesetzbuch finden sich alle gesetzlichen Grundlagen zur Berufsunf√§higkeit. Sind Sie jedoch nach dem 02.01.1961 geboren, ist f√ľr Sie keine staatliche Berufsunf√§higkeitsrente vorgesehen. Wer hingegen vor dem 02.01.1961 geboren wurde, kann staatliche Anspr√ľche geltend machen (laut ¬ß 240 des sechsten Sozialgesetzbuches (SGB VI). Sie erhalten dann die “Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung bei Berufsunf√§higkeit”, die in der H√∂he der “halben” Erwerbsminderungsrente gezahlt wird. Dies betr√§gt meist weniger als ein Viertel des Nettogehaltes.

Grunds√§tzlich l√§sst sich sagen, dass Berufsunf√§higkeitsversicherungen f√ľr Berufst√§tige nicht nur sinnvoll, sondern h√§ufig auch notwendig sind. Vor dem Abschluss einer solchen sollten Sie genau pr√ľfen, was in der Police steht. So vermeiden Sie das Risiko, dass Sie bei einer Berufsunf√§higkeit keine berufsfremden T√§tigkeiten √ľbernehmen m√ľssen.

Hohe Pr√§mien und einen hohen b√ľrokratischen Aufwand k√∂nnen Sie am besten vermeiden, wenn Sie eine solche Versicherung bereits in jungen Jahren abschlie√üen. Einige Vertragsgesellschaften unterbreiten zudem die M√∂glichkeit, mit einer niedrigen BU-Rente einzusteigen und diese bei Anstieg des Einkommens ohne eine erneute Gesundheitspr√ľfung h√∂her anzusetzen.

Die h√§ufigsten Gr√ľnde f√ľr eine Berufsunf√§higkeit

H√§ufige Ursachen f√ľr Erkrankungen, die zur Berufsunf√§higkeit f√ľhren, sind solche, die den Skelett- und Bewegungsapparat betreffen. Eine anerkannte psychische Erkrankung f√ľr eine Berufsunf√§higkeit ist beispielsweise die Depression.

Welche Gr√ľnde oder Krankheiten zu einer Berufsunf√§higkeit beitragen, ist stets abh√§ngig vom Einzelfall. Pauschale Urteile lassen sich hingegen nicht f√§llen. Beispielsweise ist die Schwere der Erkrankung entscheidend sowie deren Folgen auf die ausge√ľbte T√§tigkeit. Wir erkl√§ren Ihnen im Folgenden ausf√ľhrlich, was die h√§ufigsten Ursachen f√ľr eine Berufsunf√§higkeit sind und geben Ihnen Tipps dazu, wie Sie sich am besten gegen diese absichern k√∂nnen.

Infografik - H√§ufigste Ursachen f√ľr eine BU Unf√§lle 10% Herz-Kreislauf-Erkrankungen 10% Psychische Erkrankungen 40% Krebs 20% Skelett- und Bewegungsapparat-Erkrankungen 20%
Psychische Erkrankungen sind mit 40 % die Hauptursache f√ľr eine Berufsunf√§higkeit

Ursachen f√ľr die BU

Gesundheitliche Beeintr√§chtigungen k√∂nnen unter bestimmten Bedingungen zur Berufsunf√§higkeit f√ľhren. Die Betroffenen sind dann zum Beispiel nicht mehr dazu imstande, ihren Beruf auf Dauer in ausreichendem Ma√ü auszu√ľben. Gr√ľnde f√ľr eine Berufsunf√§higkeit sind vielschichtig. Beispielsweise k√∂nnen psychische Erkrankungen und Erkrankungen des Bewegungsapparates dazu f√ľhren (wie zum Beispiel schweres Rheuma oder eine Arthrose).

Von einer Berufsunf√§higkeit sind l√§ngst nicht nur Personen betroffen, die in k√∂rperlich anstrengenden Berufen arbeiten (zum Beispiel als Bauarbeiter/in oder in der Gastronomie). Obwohl Erkrankungen des Bewegungsapparates einen h√§ufigen Grund f√ľr die Arbeitsunf√§higkeit darstellen, sind auch psychische Ursachen in den letzten Jahren vermehrt vertreten.

So ist es vielen Menschen mit Depressionen oder Burnouts schlichtweg nicht mehr möglich, die von ihnen geforderten Aufgaben in gewohnter Art und Weise zu erledigen.

Risiko berufsunfähig zu werden

Das Risiko einer Berufsunf√§higkeit hat grunds√§tzlich jeder Mensch. Ersichtlich wird das auch an aktuellen Zahlen f√ľr Deutschland. Hier wird jede/r Vierte in seinem Leben mindestens einmal berufsunf√§hig. Dabei werden die individuellen Risiken von Faktoren wie Berufsgruppe, Lebensstil und Gesundheitszustand, aber auch vom Alter beeinflusst.

Das individuelle Risiko f√ľr die Berufsunf√§higkeit h√§ngt weiterhin von den folgenden Kriterien ab:

  • Alter: Das Alter hat einen gro√üen Einfluss auf das Risiko einer Berufsunf√§higkeit. Allerdings ist auch der Renteneintritt nicht mehr so weit entfernt, wie noch in jungen Jahren, was wiederum das theoretische BU-Risiko verringert.

  • Gesundheit und Lebensstil: Wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, im Laufe des Lebens von einer Berufsunf√§higkeit betroffen zu sein, ist nat√ľrlich auch davon abh√§ngig, wie man das eigene Leben gestaltet. Beispielsweise beeinflussen Rauchen, √úbergewicht und der regelm√§√üige Konsum von Alkohol den Gesundheitszustand nicht selten negativ.

  • Risikoneigung: Extremsportarten und gef√§hrliche Hobbys, zu denen zum Beispiel das Fallschirmspringen, alpines Klettern oder Motorradfahren gez√§hlt werden, k√∂nnen das BU-Risiko anheben.

  • Berufsgruppe: Personen, die in Berufen arbeiten, in denen schwere k√∂rperliche Arbeiten an der Tagesordnung stehen, sind in der Regel einem h√∂heren Berufsunf√§higkeitsrisiko ausgesetzt als Arbeitnehmer, die zum Beispiel als Lehrer/in oder Architekt/in arbeiten. Auch die Versicherer ordnen die zuerst genannten Arbeitnehmergruppen meist zu den Berufsgruppen mit einem eher hohen BU-Risiko.

Vor allem Personen, die in Berufen mit starker k√∂rperlicher oder seelischer Belastung arbeiten, haben ein hohes Risiko f√ľr eine Berufsunf√§higkeit. So haben Untersuchungen bereits ergeben. dass Arbeiter/innen √ľberdurchschnittlich oft berufsunf√§hig werden und Akademiker/innen hingegen seltener.

Von den Versicherern werden Berufe in verschiedene Risikogruppen unterteilt. Diese bezeichnet man auch als Berufsgruppen. Von der Höhe des jeweiligen Risikos innerhalb einer Gruppe hängt dann der zu leistende Beitrag ab. Diese Einteilung erfolgt aufsteigend mit dem zugeordneten Berufsunfähigkeitsrisiko. Je nach Versicherer können die Gruppen entweder mit Zahlen oder mit Buchstaben bezeichnet sein.

Da auch die Einstufung der individuellen beruflichen Tätigkeiten in eine Risikogruppe von Versicherer zu Versicherer unterschiedlich sein kann, lohnt es sich hier durchaus, Vergleiche anzustellen.

Vor Abschluss einer Berufsunf√§higkeitsversicherung pr√ľfen die Versicherer abh√§ngig von Ihrem Beruf und Ihrer individuellen Situation, zu welcher Risikogruppe Sie gez√§hlt werden. Berufsgruppen mit eher geringem BU-Risiko sind beispielsweise:

Ein etwas höheres BU-Risiko sehen Versicherer hingegen bei:

  • B√ľrokaufleuten,

  • Verwaltungsangestellten,

  • Arzthelfer/innen.

Und das sind Berufe mit einem besonders hohen BU-Risiko:

  • Ger√ľstbauer/innen,

  • Maurer/innen,

  • Berufskraftfahrer/innen.

Die Zuordnung bei Sch√ľler/innen erfolgt meist anhand des Schultyps. Es gibt aber auch Berufsgruppen, die grunds√§tzlich kaum eine Chance auf Absicherung durch eine Berufsunf√§higkeitsversicherung haben. Dazu geh√∂ren zum Beispiel Sprengmeister/innen und Rennfahrer/innen, weil diese in ihrem Berufsalltag und -umfeld t√§glich verschiedenen Gefahren ausgesetzt sind.

Die Berufsunfähigkeitsrente

Die Berufsunf√§higkeitsrente ist der Versicherungsgegenstand der Berufsunf√§higkeitsversicherung. In der Regel wird dieser Begriff jedoch heute ausschlie√ülich f√ľr die private Absicherung verwendet.

W√§hrend sich gesetzliche Renten sich an dem letzten Jahreseinkommen, den erreichten Entgeltpunkten oder anderen Bezugsgr√∂√üen orientieren, liegt die Rentenh√∂he in der Berufsunf√§higkeitsversicherung im Ermessen der Vertragspartner. Eine wichtige Einflussgr√∂√üe ist f√ľr die Versicherer dabei die H√∂he des Einkommens.

Das Leistungspaket einer BU in der Kurz√ľbersicht

Das Leistungspaket des Versicherers wird also abgestimmt auf Ihr Einkommen und Ihre Lebenssituation. Sie erhalten dann f√ľr Sie passende Leistungen, wie im folgenden Beispiel dargestellt:

  • Monatliche Rente: Sind Sie bereits seit sechs Monaten ohne Unterbrechungen zu mindestens 50 Prozent berufsunf√§hig oder werden Sie es voraussichtlich mindestens sechs Monate lang sein, unterst√ľtzt Sie die monatliche Berufsunf√§higkeitsrente dabei, die Deckung Ihrer Lebenshaltungskosten zu gew√§hrleisten. Sie erhalten diese so lange, wie Ihre Berufsunf√§higkeit besteht, maximal aber bis zur vereinbarten Dauer.

  • Leistungen auch f√ľr Teilzeitbesch√§ftigte: Auch bei Teilzeit in Folge der Kinderbetreuung oder Pflege von Angeh√∂rigen zahlt die BU-Versicherung. Ma√ügeblich daf√ľr ist ebenfalls der zuletzt ausge√ľbte Vollzeitjob. Auch dann, wenn Sie aus gesundheitlichen Gr√ľnden Ihre berufliche T√§tigkeit weniger als drei Stunden pro Arbeitstag aus√ľben k√∂nnen, zahlt der Versicherer die volle BU-Leistung. Dazu geh√∂ren die Beitragsbefreiung und die Rente.

  • Beitragsbefreiung: Sofern Sie Ihre Berufsunf√§higkeitsrente oder Leistungen aufgrund von Krankschreibung oder Krebs erhalten, √ľbernimmt der BU-Versicherer die Beitr√§ge.

  • Leistungen wegen Krankschreibung: Sollten Sie seit sechs Monaten ununterbrochen krankgeschrieben sein oder ist es bereits abzusehen, dass es so sein wird, erhalten Sie bereits eine Rente in H√∂he der Berufsunf√§higkeitsrente.

  • Leistungen wegen Krebs: Eine tempor√§re Rente in H√∂he der Berufsunf√§higkeitsrente erhalten Sie beim Eintreten bestimmter Krebserkrankungen.

  • Reduzierte Startbeitr√§ge f√ľr Berufseinsteiger/innen m√∂glich: Auszubildende, Studierende oder Berufseinsteiger/innen, die in der Regel noch ein geringes Einkommen haben, profitieren mitunter von der M√∂glichkeit, auch bei reduzierten Anfangsbeitr√§gen einen vollen Versicherungsschutz zu erhalten.

  • Hohe Flexibilit√§t: Egal, ob Zahlpausen bei vollem Versicherungsschutz, umfassende Optionen zur Erh√∂hung der versicherten BU-Rente (ohne erneute Gesundheitspr√ľfung) oder eine Anpassungsoption bei Erh√∂hung der Regelaltersgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung: Mit dem Abschluss einer Berufsunf√§higkeitsversicherung haben Sie vielf√§ltige M√∂glichkeiten, um diese an Ihr Leben anzupassen.

Warum eine Berufsunfähigkeitsversicherung so wichtig ist

Neben der Haftpflichtversicherung ist die Berufsunf√§higkeitsversicherung eine der wichtigsten Versicherungen, die Sie abschlie√üen sollten. Ist es Ihnen nicht mehr m√∂glich, ein eigenes Einkommen zu erwirtschaften, kommt diese Versicherung zum Tragen. Ohne eine Absicherung droht Ihnen schlimmstenfalls der finanzielle Ruin, da die staatliche Erwerbsminderungsrente f√ľr den gewohnten Lebensstandard in der Regel nicht ausreicht.

Absicherung der Arbeitskraft

Wenn Sie nicht mehr arbeiten k√∂nnen, beispielsweise wegen einer schweren Erkrankung oder den Folgen eines Unfalls, werden Sie im schlimmsten Fall √ľber viele Jahre hinweg kein Geld mehr erwirtschaften. Eventuell ist es dann notwendig, dass Sie sich finanziell stark einschr√§nken. Je nachdem, wie Ihr pers√∂nlicher Lebensstandard aussieht, kann es sein, dass Sie sich diesen fortan nicht mehr leisten k√∂nnen und deutlich zur√ľcktreten m√ľssen.

Verf√ľgen Sie nicht √ľber ein anderes Verm√∂gen, beispielsweise durch eine Erbschaft, k√∂nnen Sie sich Ihren Lebensstil auf Dauer nur durch eigene Arbeit leisten. K√∂rperliche und geistige F√§higkeiten werden auch als Humankapital bezeichnet und sind in den meisten F√§llen das gr√∂√üte Verm√∂gen, besonders in jungen Jahren.

Alternative Versicherungen

Die Berufsunfähigkeitsversicherung gilt zur Absicherung dieses Vermögens als alternativlos. Betrachtet man andere Versicherungsmodelle, wird schnell klar, warum das so ist. So zahlt die gesetzliche Krankenkasse beispielsweise zwar Krankengeld, dieser Anspruch endet jedoch spätestens nach einer Dauer von 72 Wochen. Unfallversicherungen bezahlen nur im Falle eines Unfalles und Dread-Disease-Versicherungen ausschließlich bei schweren Krankheiten wie Krebs oder Schlaganfall.

Eine Erwerbsminderungsrente steht Ihnen grunds√§tzlich dann zu, wenn Sie in den vergangenen f√ľnf Jahren mindestens 36 Monate lang in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt haben. Laut einer Statistik der deutschen Rentenversicherung des Jahres 2022 f√ľr Rentenneuzug√§nge lag diese allerdings nur bei 950 Euro im Monat und bei Bestandsrentnern und -rentnerinnen bei durchschnittlich 933 Euro im Monat. In Ihrer j√§hrlichen Renteninformation k√∂nnen Sie einsehen, wie hoch Ihre Erwerbsminderungsrente nach aktuellem Stand ausfallen w√ľrde.

Ein weiterer Hinweis, der bedacht sein sollte: Die volle Erwerbsminderungsrente steht Ihnen nur dann zu, wenn Sie in keinem Beruf mehr als drei Stunden arbeiten können. Sind Sie noch dazu in der Lage, drei bis sechs Stunden am Tag in einem beliebigen Job zu arbeiten, erhalten Sie nur die halbe Erwerbsminderungsrente.

Hinzu kommt, dass nur rund 40 Prozent aller Antr√§ge auf eine Erwerbsminderungsrente abgelehnt werden, was vor allem darin begr√ľndet liegt, dass keine verminderte Erwerbsf√§higkeit feststellbar ist. Sie sollten sich demnach nicht ausschlie√ülich auf die Erwerbsminderungsrente verlassen.

 

Hier finden Sie einen ausf√ľhrlichen Beitrag √ľber alle Alternativen zur Berufsunf√§higkeitsversicherung

Vermögen nur selten ausreichend

Um sich finanziell abzusichern, legen Sie sich einen Notgroschen an. Das Verm√∂gen sichert Sie im Ernstfall ab. Doch im Fall einer Berufsunf√§higkeit reicht das private Verm√∂gen selten aus, um das Leben √ľber viele Jahrzehnte zu finanzieren. Besonders wichtig ist eine Berufsunf√§higkeitsversicherung deswegen f√ľr alle, die auf ihr Arbeitseinkommen angewiesen sind.¬†

Bedenken Sie dabei: K√∂nnen Sie Ihrem Beruf nicht weiter nachgehen, entf√§llt das Gehalt vollst√§ndig. Ihre Fixkosten wie die Miete, die Rate f√ľr das Eigenheim, die Rate f√ľr Auto und weitere Kosten m√ľssen Sie nun ohne Einkommen begleichen. Der Lebensstandard sinkt und Sie plagen Zukunfts√§ngste.¬†

Mit einer BU dagegen erhalten Sie eine monatliche Rente, sichern sich Ihren Lebensstandard und vermeiden quälende Existenzängste. 

BU-Versicherungen zahlen in der Regel zuverlässig

Eine Umfrage des GDV unter Mitgliedsunternehmen ergab: 80 Prozent der BU-Anträge werden gewährt. Abgelehnte Anträge sind also selten. Wird ein Antrag dennoch abgelehnt, können die Ursachen vielfältig ausfallen. 

Viele Ablehnungen lassen sich darauf zur√ľckf√ľhren, dass die Antragsteller ihren Beruf noch zu 50 Prozent ausf√ľhren k√∂nnen. In einigen F√§llen reagieren die Antragsteller auch nicht mehr auf R√ľckfragen seitens der Versicherung, da sie genesen sind.¬†

Aber auch ein Versto√ü gegen die Anzeigepflicht kann dazu f√ľhren, dass Ihre BU Leistungen verwehrt. Deshalb ist es wichtig, dass Sie alle Angaben ehrlich machen und Vorerkrankungen melden. Werden Sie berufsunf√§hig und haben alle Erkrankung bei Vertragsabschluss angegeben, kommen Sie Ihrer Anzeigepflicht nach und die Versicherung zahlt die Rente in der Regel.¬†

Dabei werden nur wenige F√§lle vor Gericht verhandelt. Im Jahr 2021 f√ľhrten ausbleibende BU-Zahlungen in lediglich 2,2 Prozent der F√§lle zu einem Rechtsstreit. 60 Prozent der wenigen Verfahren wurden mit einem Vergleich beendet. In 10 Prozent der Gerichtsverhandlungen erhielt der Versicherungskunde Recht. In 25 Prozent der F√§lle entschied das Gericht zugunsten des Versicherers.

F√ľr wen lohnt sich die BU-Versicherung besonders?

Die Berufsunf√§higkeitsversicherung z√§hlt zu den wichtigsten Versicherungen, die Sie abschlie√üen k√∂nnen. Im Grunde eignet sich die BU f√ľr jeden, der auf sein Einkommen angewiesen ist. Je weniger Vorerkrankungen bestehen, desto g√ľnstiger f√§llt der Tarif aus. Das bedeutet, dass es sich lohnen kann, die BU m√∂glichst fr√ľh abzuschlie√üen.¬†

Das Problem: Viele Arbeitnehmer und Selbstst√§ndige untersch√§tzen das Risiko, berufsunf√§hig zu werden. Die h√§ufigsten Ursachen f√ľr eine Berufsunf√§higkeit sind Skelett- und Bewegungsapparat-Erkrankungen und psychische Erkrankungen. Jede vierte Person wird mindestens einmal im Leben berufsunf√§hig.¬†

Wichtig ist, dass die Gefahr der Berufsunfähigkeit mit fortschreitendem Alter steigt. Deswegen kann es sich als hilfreich erweisen, die eigene Arbeitskraft durch die BU abzusichern. 

F√ľr wen ist eine Berufsunf√§higkeitsversicherung eher unattraktiv?

Nicht jeder profitiert von einer BU. Verbeamtete Personen mit einer langen Dienstzeit zum Beispiel beziehen ein Ruhegehalt. Dieses √ľbersteigt das Niveau der Erwerbsminderungsrente.¬†

Deckt das Ruhegehalt Ihre Lebenshaltungskosten, muss keine BU abgeschlossen werden. Ist dies nicht der Fall, kann eine Dienstunf√§higkeitsversicherung eine geeignete Alternative darstellen. Dies gilt insbesondere f√ľr Beamte auf Widerruf oder in der Probezeit.¬†

Wann abschließen?

Eine BU k√∂nnen Sie in jeder Altersklasse abschlie√üen. Allerdings profitieren Sie von g√ľnstigen Tarifen, wenn Sie sich fr√ľhzeitig f√ľr eine Berufsunf√§higkeitsversicherung entscheiden. Denn je j√ľnger der Antragsteller, desto geringer f√§llt das Risiko f√ľr Erkrankungen in Folge des Berufs oder des Lebensstils aus.¬†

Arbeitnehmer in k√∂rperlich anspruchsvollen Berufen wie dem Handwerk sollten sich fr√ľhestm√∂glich f√ľr eine BU entscheiden. Hier besteht n√§mlich eine gr√∂√üere Gefahr f√ľr Unf√§lle und Verschlei√ü, die zur Berufsunf√§higkeit f√ľhren.¬†

Je fr√ľher, desto g√ľnstiger

Als Faustregel gilt: Eltern, die f√ľr ihre Kinder eine BU in der Schulzeit abschlie√üen, freuen sich h√§ufig √ľber geringe Versicherungskosten. Je sp√§ter die Berufsunf√§higkeitsversicherung abgeschlossen wird und je kritischer der Gesundheitszustand ausf√§llt, desto mehr kostet die BU.¬†

Aus diesem Grund sollte die BU-Versicherung abgeschlossen werden, solange Sie sich bester Gesundheit erfreuen und den Berufsunf√§higkeitsschutz noch nicht ben√∂tigen. Einige Erkrankungen k√∂nnen sogar dazu f√ľhren, dass die BU abgelehnt wird. In diesem Fall m√ľssen Sie sich nach Alternativen umsehen, die keine gleichwertige Absicherung bieten.¬†

Vorerkrankungen, Risikoberufe oder riskante Hobbies erhöhen den Beitrag

Die Versicherungsbedingungen der BU-Absicherung h√§ngen von Ihren Vorerkrankungen, Ihrem zuletzt ausge√ľbten Beruf und Ihren Hobbies ab. Auch das Alter wird ber√ľcksichtigt. Vorerkrankungen wie psychische Erkrankungen oder k√∂rperliche Leiden erh√∂hen das Risiko f√ľr die private Berufsunf√§higkeitsversicherung. Auch das √úbergewicht und das Rauchen stellen Risikofaktoren dar, die den Preis der BU in die H√∂he treiben k√∂nnen.¬†

Handelt es sich bei Ihrem ausge√ľbten Beruf um einen Risikoberuf, bei dem schwere k√∂rperliche Arbeit an der Tagesordnung steht, stufen Sie Versicherer ebenfalls mit einem hohen BU-Risiko ein. Dies trifft zum Beispiel zu, wenn Sie als Altenpfleger oder Dachdecker t√§tig sind. In diesen F√§llen sollten Sie sich nicht auf die gesetzliche Erwerbsminderungsrente verlassen.

Verbraucher wie Architekten, Lehrer und alle Berufst√§tigen, die viel Zeit am Schreibtisch verbringen, freuen sich dagegen bei dem Eintritt der Berufsunf√§higkeit in der Regel √ľber g√ľnstige Versicherungsbedingungen und niedrige Beitr√§ge.

Auch Ihre Freizeitgestaltung kann die Kosten der Berufsunfähigkeitsversicherung beeinflussen. Insbesondere Extremsportarten wie Fallschirmspringen oder Bergsteigen können mit einem hohen BU-Risiko einhergehen, da eine hohe Verletzungsgefahr besteht. 

Ebenso spielt das Alter eine Rolle. Denn je √§lter Sie beim Abschluss der Berufsunf√§higkeitsversicherung sind, desto wahrscheinlicher ist eine baldige Erkrankung, die zu einer Berufsunf√§higkeit f√ľhrt. Befinden Sie sich allerdings wenige Jahre vor dem Renteneintritt, sinkt das BU-Risiko und Sie erhalten unter Umst√§nden Berufsunf√§higkeitsversicherungen zu einem kleinen Preis.¬†

BU-Versicherung nicht im Paket und erst nach Beratung abschließen!

Die private Berufsunfähigkeitsversicherung soll Sie im Ernstfall bestmöglich absichern. Aus diesem Grund ist es ratsam, die BU nicht im Paket abzuschließen. Dies erweist sich zwar als praktisch und zeitsparend. Jedoch verwehren Sie sich so die Möglichkeit, Angebote zu vergleichen und das beste Preis-Leistungsverhältnis zu ermitteln. 

Lassen Sie sich stattdessen umfassend von einem Experten beraten. Dieser kann Ihnen diverse Versicherer vorschlagen und wertvolle Hintergrundinformationen zu der jeweiligen Versicherung liefern.

Wichtige Kriterien beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung

Sie m√∂chten eine Berufsunf√§higkeitsversicherung abschlie√üen? Doch Sie sind unsicher, welche Aspekte zu ber√ľcksichtigen sind? Wir erkl√§ren Ihnen, worauf Sie bei der Wahl einer BU achten sollten!¬†

Eine ausreichende Rentenhöhe wählen

Die Leistungssumme Ihrer Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) bestimmen Sie selbst. Allerdings legen Versicherungen häufig Obergrenzen fest. Diese bemessen sich in der Regel an Ihrem Einkommen bei der Antragstellung. Auch pauschale Obergrenzen sind möglich. 

Damit Sie im Falle einer Berufsunf√§higkeit aus gesundheitlichen Gr√ľnden ausreichend abgesichert sind, sollten Sie eine m√∂glichst hohe BU-Rente anstreben. Im Idealfall erhalten Sie eine BU-Rente, die Ihr derzeitiges Nettoeinkommen √ľbertrifft.¬†

Keine abstrakte Verweisung

Achten Sie darauf, dass der BU-Vertrag keine abstrakte Verweisung enth√§lt. Diese kann n√§mlich dazu f√ľhren, dass sich Ihr Versicherer im Falle einer BU auf einen Berufswechsel beruft und Ihren Antrag auf dieser Basis ablehnt.¬†

Pauschale oft besser als Staffelung

Die volle Rentenzahlung erhalten Sie durch die Pauschalregelung. Dies gilt auch, wenn Sie lediglich zu 50 Prozent berufsunfähig sind. Bei einer Staffelregelung dagegen erhalten Sie die Hälfte der vereinbarten BU-Rente. Erst bei einer Berufsunfähigkeit von 75 Prozent zahlt die BU mit Staffelung die komplette Rente aus. 

Beitragsdynamik gegen die Inflation

Passen Sie Ihre BU-Rente in regelm√§√üigen Abst√§nden an die Inflation an. Dies gelingt durch die Beitragsdynamik, die auch als Leistungsdynamik bezeichnet wird. Andernfalls sinkt der Wert der BU √ľber die Jahre.¬†

Keine Arztanordnungsklausel

Der BU-Vertrag sollte keine Arztanordnungsklausel enthalten. Diese ermöglicht es dem Versicherer, die Zahlung der Rente zu verweigern, wenn Sie eine bestimmte ärztliche Behandlung ablehnen. 

Nachversicherungsgarantie wählen

Die Rentenhöhe sollten Sie stets anpassen können. Deswegen sollte der Vertrag eine Nachversicherungsgarantie beinhalten. So stellen Sie sicher, dass Sie Jahrzehnte nach dem BU-Abschluss noch von der Rente profitieren. Durch Gehaltserhöhungen und weitere Veränderungen können Sie die Rente erhöhen. 

Laufzeit bis kurz vor das Renteneintrittsalter empfehlenswert

Von der Ausbildung oder dem Studium bis zum Renteneintritt vergehen viele Jahre. Die BU sollte deswegen eine lange Laufzeit aufweisen und erst mit dem Renteneintrittsalter auslaufen. 

G√ľnstige Vertr√§ge m√∂glichst nicht k√ľndigen

Sehen Sie davon ab, einen preiswerten bestehenden BU-Vertrag zu k√ľndigen. Haben Sie diesen beispielsweise als Azubi abgeschlossen, profitieren Sie bis heute von einem g√ľnstigen Tarif. Die Chance, eine √§hnlich preiswerte Alternative im fortgeschrittenen Alter ausfindig zu machen, f√§llt gering aus.¬†

Teilzeitklausel notwendig?

Befinden Sie sich in Teilzeit, ist die Berufsunf√§higkeit mitunter schwer nachzuweisen. Bei einer 50-Prozent-Regel w√ľrde Ihre Berufsunf√§higkeitsversicherung (BU) erst zahlen, wenn Sie maximal 10 Stunden pro Woche arbeiten k√∂nnen.¬†

Mit einer Teilzeitklausel muss sich die Rente jedoch auf der vertraglich vereinbarten Arbeitszeit orientieren. Diese bietet sich allerdings nur f√ľr Arbeitnehmer an, die bei Vertragsabschluss in Vollzeit arbeiten und ihre Stunden sp√§ter reduzieren.¬†

R√ľckwirkende Leistungen oder Karenzzeit?

Ihre BU zahlt in der Regel bis zu 3 Jahre r√ľckwirkend. Der Vertrag kann jedoch eine Meldefrist beinhalten. Da eine BU jedoch in den meisten F√§llen erst sp√§t festgestellt wird, sollte Ihre Berufsunf√§higkeitsversicherung die BU-Rente im Idealfall r√ľckwirkend f√ľr mehrere Jahre auszahlen. Viele Versicherer legen ferner eine Wartezeit fest. Die Karenzzeit f√§llt bei einer guten BU m√∂glichst kurz aus.¬†

Kurzen Prognosezeitraum vereinbaren

Eine Berufsunf√§higkeit stellt ein Arzt im Rahmen einer medizinischen Untersuchung fest. Dabei sch√§tzt der Mediziner ein, wie lange Sie berufsunf√§hig sein werden. Dieser Zeitraum wird als Prognosezeitraum bezeichnet. Eine empfehlenswerte BU-Versicherung zahlt die BU-Rente bereits aus, wenn der Arzt eine Berufsunf√§higkeit f√ľr sechs Monate bestimmt.¬†

Befristete Anerkenntnisse vermeiden

Einige Versicherungen kennen den Rentenanspruch nur befristet an. Das bedeutet: Nach Fristablauf m√ľssen Sie Ihre Berufsunf√§higkeit abermals nachweisen. Um dies zu umgehen, w√§hlen Sie einen Anbieter, der Vertr√§ge ohne befristete Anerkenntnisse gew√§hrt.¬†

Auch die Brutto-Prämie beachten

Die BU-Versicherung kann den Nettobeitrag bis zum Bruttobeitrag erh√∂hen, sofern diese Ihre Risiken oder Gewinne bei Vertragsabschluss falsch eingesch√§tzt hat. Achten Sie deswegen darauf, wie stark Ihre Berufsunf√§higkeitsversicherung den Beitrag laut Vertrag anheben darf. Je weniger Spielraum besteht, desto g√ľnstiger die Versicherung.¬†

Das Fazit¬†‚Äď den passenden Berufsunf√§higkeitsschutz finden

Manchmal geht alles ganz schnell: Eben erfreuen Sie sich noch bester Gesundheit und ein Jahr später erhalten Sie eine fatale Diagnose beim Hausarzt. Entfällt Ihr Einkommen, weil Sie Ihrem Beruf aufgrund einer Depression oder einer anderen Erkrankung nicht mehr oder kaum noch nachgehen können, sind Sie berufsunfähig.

In diesem Fall haben Sie Anspruch auf die gesetzliche Erwerbsminderungsrente. Diese f√§llt jedoch mager aus. Deswegen sollten Sie sich fr√ľhzeitig um eine Berufsunf√§higkeitsversicherung k√ľmmern. So er√∂ffnen Sie sich die Chance auf eine BU-Rente und erhalten sich Ihren Lebensstandard.

Damit der BU-Schutz optimal ausfällt, sollten Versicherte einige wichtige Punkte beachten. So ist es beispielsweise sinnvoll, eine hohe Rente zu vereinbaren und keine abstrakte Verweisung zu akzeptieren. Der Vertrag sollte außerdem keine Arztanordnungsklausel und keine befristeten Anerkenntnisse enthalten.

Eine Auswahl meiner Leistungen:

Marco Mahling
Ihr Experte f√ľr Versicherungen und Finanzen aus M√ľnchen
Vereinbaren Sie jetzt ein unverbindliches Erstgespräch
Lassen Sie uns √ľber Ihre Zukunft sprechen. Schreiben Sie mich an oder nutzen Sie unser einfaches Kontaktformular ‚Äď Ich freue mich auf unser Kennenlernen und eine m√∂gliche Zusammenarbeit!

Kontaktformular

Allgemeines Kontaktformular

Lesen Sie bitte vor dem Versand Ihrer Benachrichtigung die datenschutzrechtlichen Belehrungen und Hinweise und klicken Sie zur Bestätigung Ihrer Kenntnisnahme auf das nebenstehende Kästchen. Erst nach Lesen und Bestätigung der datenschutzrechtlichen Belehrung ist der Versand der E-Mail möglich.

Terminvereinbarung

Terminvereinbarung

Lesen Sie bitte vor dem Versand Ihrer Benachrichtigung die datenschutzrechtlichen Belehrungen und Hinweise und klicken Sie zur Bestätigung Ihrer Kenntnisnahme auf das nebenstehende Kästchen. Erst nach Lesen und Bestätigung der datenschutzrechtlichen Belehrung ist der Versand der E-Mail möglich.

R√ľckruf-Service

R√ľckruf-Service

Lesen Sie bitte vor dem Versand Ihrer Benachrichtigung die datenschutzrechtlichen Belehrungen und Hinweise und klicken Sie zur Bestätigung Ihrer Kenntnisnahme auf das nebenstehende Kästchen. Erst nach Lesen und Bestätigung der datenschutzrechtlichen Belehrung ist der Versand der E-Mail möglich.

Privathaftpflicht