Was Sie √ľber die Berufsunf√§higkeitsversicherung bei Depressionen wissen sollten

Blicken wir auf Erkrankungen der Psyche, so machen Depressionen den Gro√üteil der Ursachen f√ľr das Vorliegen der Berufsunf√§higkeit aus. Dennoch haben Betroffene gerade in Bezug auf den Abschluss einer Berufsunf√§higkeitsversicherung mit gro√üen H√ľrden zu k√§mpfen. Worin diese genau bestehen und wie wir Ihnen hierbei helfen, lesen Sie in diesem Beitrag. 

Die Depression: Ein √úberblick

Berufsunfähigkeit durch Depression
Ursachen f√ľr Berufsunf√§higkeit – Quelle Morgen&Morgen April 2013

Depressionen sind eine der h√§ufigsten psychischen Erkrankungen. Betroffene erleben tiefe Traurigkeit, innere Leere und Antriebslosigkeit, aber auch andere Symptome treten auf. In der Regel kommt die Depression episodenweise, aber auch eine chronische Erkrankung ist m√∂glich. Beg√ľnstigt wird das Aufkommen depressiver Episoden unter anderem durch die Lebensumst√§nde des Betroffenen, hierzu gleich aber mehr.¬†

Was ist eine Depression? 

Wodurch eine Depression tats√§chlich entsteht, ist wissenschaftlich noch nicht endg√ľltig erforscht. Der aktuelle Stand der Forschung legt nahe, dass verschiedene Parameter auf die Entstehung der Krankheit Einfluss haben. Hierzu z√§hlen biologische und psychische Faktoren, die Lebensumst√§nde sowie andere, besondere Ereignisse. 

So ist das Risiko, selbst an einer Depression zu erkranken, wenn diese Krankheit bereits bei Familienmitgliedern h√§ufig auftrat, deutlich h√∂her. Andere beg√ľnstigende Faktoren sind etwa das Vorliegen einer chronischen Angstst√∂rung in der Kindheit und Jugend, belastende und traumatische Erlebnisse (wie etwa Missbrauch, Vernachl√§ssigung oder der Tod einer Bezugsperson) aber auch anhaltender Stress, √úber- und Unterforderung und Einsamkeit. Der Stoffwechsel des Gehirns kann aber ebenfalls seinen Teil zur Entstehung einer Depression beitragen: So konnte beispielsweise festgestellt werden, dass bei einer Depression im Gehirn bestimmte Nervenreize langsamer √ľbertragen werden. Aber auch der Mangel an bestimmten Botenstoffen kann Ursache f√ľr eine Depression sein. 

Grunds√§tzlich kann zwischen drei Schweregraden der Depression unterschieden werden: 

Der Grad sowie der Verlauf der Depression k√∂nnen sich ver√§ndern, also intensivieren oder abnehmen. Es kann sich daher dennoch um eine dauerhafte Depression handeln, auch wenn sie in Sch√ľben st√§rker wird, dann wieder abnimmt und es auch Phasen gibt, in denen der Betroffene symptomfrei ist.

Verschwinden die Symptome der Betroffenen nach einer Phase wieder insgesamt und treten nicht wieder auf, kann es sich um eine einmalige depressive Episode handeln. Dies ist jedoch selten. Vielmehr folgen bei 40 bis 60 Prozent der Menschen, die eine erste depressive Episode erlebt haben, eine oder mehrere Episoden im weiteren Verlauf (vgl. Nationale VersogrungsLeitlinie zur Unipolaren Depression der Bundes√§rztekammer 2022). H√§lt die depressive Episode l√§nger als zwei Jahre an, liegt eine chronische Depression vor. 

Depression: Auswirkungen und Symptome

Laut dem DAK Psychreport ist die Depression der wichtigste Krankschreibungsgrund: 2022 konnten 108 Fehltage pro 100 Versicherungsnehmer auf die Diagnose Depression zur√ľckgef√ľhrt werden. 

Welche Auswirkungen die Depression auf die Betroffenen genau hat, ist sehr individuell, da sich auch die genaue Symptomatik von Mensch zu Mensch unterscheidet. 

Die am h√§ufigsten auftretenden Symptome sind hierbei eine dauerhaft gedr√ľckte Stimmung, Niedergeschlagenheit, Ersch√∂pfung oder das Gef√ľhl innerer Leere. Betroffene k√∂nnen das Interesse an Dingen, an denen sie fr√ľher Freude hatten, verlieren und insgesamt reduziert sich oftmals ihre Lebensfreude. Daneben treten mangelndes Konzentrationsverm√∂gen, schwindendes Selbstwertgef√ľhl, die Ver√§nderung des Appetits und eine allgemein schnelle Erm√ľdung regelm√§√üig auf. Betroffene k√∂nnen Hoffnungslosigkeit und innere Anspannung versp√ľren und mit starken Selbstzweifeln zu k√§mpfen haben. Aber auch Schlaflosigkeit, wiederkehrende Gedanken an den Tod, Suizid oder suizidales Verhalten sind Alarmsignale. 

Dabei gibt es keine nennenswerten Unterschiede der Symptomatik bei Frauen und M√§nnern. 

√úbrigens: Liegt bei dem Betroffenen eine sog. funktionale Depression vor, so meistert er seinen Alltag nach au√üen hin m√ľhelos und ‚Äúfunktioniert‚ÄĚ ohne sozialen R√ľckzug wie ein gesunder Mensch. Dabei leiden Betroffene an denselben Symptomen wie Selbstzweifeln, Versagens√§ngsten, Stress und innerer Unruhe. In Abgrenzung zu anderen Arten der Depression f√§llt diese Variante dem Umfeld des Erkrankten in der Regel nicht von selbst auf, was dazu f√ľhren kann, dass sich der Betroffene allein und im Stich gelassen f√ľhlt, wenn er sich niemandem anvertraut. 

Behandlung und Therapie 

Depressive Episoden sind in der Regel zeitlich begrenzt und viele versiegen auch ohne medikament√∂se oder therapeutische Hilfe wieder. Wird die depressive Episode jedoch behandelt, kann dies sie verk√ľrzen und den Betroffenen im Umgang hiermit enorm helfen. 

Die Behandlung besteht – je nach Schweregrad der Krankheit – aus einer Psychotherapie und ggf. der Einnahme von Antidepressiva. Auch eine Kombination beider Methoden ist g√§ngig. Neben diesen Grundpfeilern der Behandlung kann auf weitere Ma√ünahmen wie die regelm√§√üige Bewegung, Teilnahme an Selbsthilfegruppen etc. zur√ľckgegriffen werden. 

Die Berufsunf√§higkeitsversicherung: Ihre Absicherung f√ľr schwierige Zeiten 

Depressionen k√∂nnen zur Berufsunf√§higkeit f√ľhren – und machen dies auch oftmals. Worum es sich hierbei genau handelt und welche.

BU-Versicherung: Schnell erkl√§rt 

Die Berufsunf√§higkeitsversicherung (kurz: BU) ist eine wichtige Form der Absicherung, die finanziellen Schutz bietet, wenn eine Person aus gesundheitlichen Gr√ľnden nicht mehr in der Lage ist, ihren Beruf auszu√ľben. Wird der Versicherungsnehmer berufsunf√§hig, zahlt der Versicherer monatliche Rentenzahlungen, die sog. BU-Rente. Diese Leistungen dienen dazu, den Einkommensverlust aufgrund der eingeschr√§nkten Arbeitsf√§higkeit auszugleichen und die weiteren, etwa aufgrund der medizinischen Versorgungen oder Ver√§nderungen im Lebensstil, entstehenden finanziellen Belastungen zu bew√§ltigen. Die Berufsunf√§higkeitsversicherung ist insbesondere f√ľr Arbeitnehmer, die einem risikoreicher Beruf nachgehen und etwa erheblicher k√∂rperlicher oder psychischer Belastung ausgesetzt sind, von gro√üer Bedeutung. Aber genau diese Gruppe von Personen hat es nicht immer leicht, einen vollumf√§nglichen BU-Schutz zu angemessenen Konditionen zu erhalten. Insgesamt stellt die Berufsunf√§higkeitsversicherung mit den wichtigsten Versicherungsschutz dar und sollte idealerweise so fr√ľh wie m√∂glich angeschlossen werden.

Berufsunfähigkeit und Depression

Sind Menschen an Depressionen erkrankt, kann dies dazu f√ľhren, dass sie nicht mehr imstande sind, ihren Alltag wie zuvor zu bew√§ltigen und auch ihrer Arbeit nicht mehr nachgehen k√∂nnen. Dies kann, wie bereits festgestellt, episodenweise oder chronisch erfolgen. 

Blick man nun auf die Berufsunf√§higkeitsversicherung, welche als Absicherung in eben solchen F√§llen dient, begegnen Betroffene oftmals Schwierigkeiten. Diese Probleme betreffen insbesondere den Abschluss der Versicherung und die Anerkennung der Berufsunf√§higkeit durch den Versicherer. 

Rund 34 Prozent, also ein gutes Drittel der Berufsunf√§higkeitsf√§lle, ist auf eine psychische Erkrankung zur√ľckzuf√ľhren, wozu also auch die Depression z√§hlt.

Und obwohl mit dem Thema mentale Gesundheit immer offener umgegangen und seine Wichtigkeit erkannt wird, ist es dennoch ein gro√ües Problem f√ľr Betroffene, eine Berufsunf√§higkeitsversicherung abzuschlie√üen. Gerade f√ľr Betroffene, die sich aktuell in einer Psychotherapie befinden oder eine solche k√ľrzlich besucht haben, ist die Annahme in einer BU schwierig. Denn wie bereits festgestellt haben nur die Wenigsten das Gl√ľck, dass die depressive Episode einmalig auftritt, h√§ufiger wird der Mensch immer wieder solchen begegnen. F√ľr die BU-Versicherung bedeutet dies im Umkehrschluss, dass die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Erkrankung bzw. Intensivierung der Symptomatik in der Zukunft hoch ist und ggf. zur Berufsunf√§higkeit f√ľhren k√∂nnte. Und dann muss der Versicherer einspringen und die BU-Rente an den Erkrankten zahlen. 

Nun k√∂nnte man meinen, dass darin ja gerade der Sinn und Zweck einer BU liegt. Doch auch sie muss auf ihre Wirtschaftlichkeit achten, damit das System funktioniert. √úbersteigen die Ausgaben – weil √ľberdurchschnittlich viele Versicherungsf√§lle eintreten und Renten gezahlt werden – die Beitragszahlungen, so ger√§t der Versicherer aus dem finanziellen Gleichgewicht. In anderen Worten: Dieses Gleichgewicht zwischen den Versicherungsf√§llen und den Beitragszahlern, die nicht berufsunf√§hig werden, ist entscheidend, um die Leistungsauszahlungen aufrechtzuerhalten.

Eine weitere H√ľrde f√ľr Betroffene ist die Nachweiserbringung, dass sie eine Ausfallquote von mindestens 50 Prozent f√ľr wenigstens sechs Monate f√ľr ihren aktuellen Beruf haben. Dies belegen regelm√§√üig Gutachter, in diesem Fall also Psychotherapeuten und/oder andere √Ąrzte. Indizien hierf√ľr sind etwa der Schweregrad der Depression, der Verlauf fr√ľherer Episoden sowie die genaue Symptomatik. Es liegt in der Natur der Krankheit, dass sie in Wellen auftritt und diese nur bedingt prognostiziert werden k√∂nnen. Gleiches gilt f√ľr ihre Dauer und Intensit√§t. Daher wird die Beurteilung, ob der Betroffene f√ľr mindestens sechs Monate nicht mehr seinem Beruf nachkommen kann, oftmals zum Problem, insbesondere wenn vorangegangene Episoden hierzu nicht gen√ľgend Anhaltspunkte liefern.¬†

Schwieriger Abschluss bei Vorerkrankung

Vor einer besonderen Problematik stehen Menschen, wenn sie bereits in der Vergangenheit wegen Depressionen bzw. psychischen Erkrankungen behandelt wurden und sich nun privat gegen Berufsunfähigkeit absichern wollen.

Viele Versicherer verweigern eine Berufsunf√§higkeitsversicherung psychische Vorerkrankung. Auf einen Rechtsanspruch k√∂nnen sich Verbraucher nicht berufen, Assekuranzen entscheiden frei √ľber die Annahme von Kunden. Das Verschweigen bereits erfolgter Therapien bei der Antragsstellung empfiehlt sich aber auch nicht. Zwar kommt der Vertrag dann zustande, im Rentenfall pr√ľft eine Berufsunf√§higkeitsversicherung psychische Vorerkrankung aber. Stellen die Pr√ľfer nicht angegebene Erkrankungen fest, k√∂nnen sie jedwede Zahlungen verweigern.

Deshalb empfiehlt sich Ehrlichkeit und die gezielte Recherche nach einem Versicherer, der diese Krankengeschichte akzeptiert. Eine Berufsunf√§higkeitsversicherung psychische Vorerkrankung wird jedoch immer mit Nachteilen verbunden sein. Bestenfalls m√ľssen Versicherte nur h√∂here Beitr√§ge als andere zahlen. Einige Anbieter bestehen aber auch auf Leistungseinschr√§nkungen. Dann schlie√üen sie zum Beispiel eine Rente aus, wenn eine Depression berufsunf√§hig macht.

Besser ist es deshalb, bereits in jungen Jahren ohne jeglichen Vorerkrankungen eine Versicherung abzuschließen.

Angaben bei Versicherungsabschluss: Der Fragebogen Burnout

Wer eine Berufsunf√§higkeitsversicherung psychische Erkrankungen abschlie√üen m√∂chte, w√§hlt eine allgemeine Police: Spezielle Policen f√ľr diese Krankheitsform gibt es nicht, Versicherte sch√ľtzen sich stets umfassend vor Berufsunf√§higkeit durch Depression und alle k√∂rperliche Leiden durch Krankheiten und Unf√§lle. Beim Antrag auf eine Berufsunf√§higkeitsversicherung psychische Erkrankungen f√ľllen sie einen umfassenden Fragebogen zu allen Vorerkrankungen aus.

Alle Fragen sollten sie gewissenhaft ausf√ľllen, jeder Fehler kann zur sp√§teren Zahlungsverweigerung f√ľhren. Besondere Aufmerksamkeit verdienen die Punkte, bei denen Interessierte der Berufsunf√§higkeitsversicherung psychische Vorerkrankung mitteilen. Hier gilt es genau zu pr√ľfen, ab wann die Berufsunf√§higkeitsversicherung psychische Vorerkrankung wissen will.

Welche Erkrankungen m√ľssen Antragssteller angeben? Muss eine l√§ngere √§rztliche Behandlung vorliegen oder reichen schon einige Krankheitstage? Welche zur√ľckliegende Zeitspanne muss ber√ľcksichtigt werden?

Hier können Sie sich einen Musterfragebogen zu psychischen Erkrankungen Berufsunfähigkeitsversicherung von der Alten Leizpiger als PDF downloaden:

Was bei der Berufsunfähigkeitspolice zu beachten ist

Wer eine Berufsunf√§higkeitsversicherung psychische Erkrankungen besitzt und aufgrund Depression berufsunf√§hig wird, erh√§lt nicht in jedem Fall eine Rente. Wenn die Klausel “abstrakte Verweisung” im Vertrag steht, haben Versicherte bei Berufsunf√§higkeit durch Depression h√§ufig schlechte Karten. Werden sie infolge einer Depression berufsunf√§hig, k√∂nnen Versicherer auf einen Berufswechsel bestehen. Berufsunf√§hig wegen psychischer Erkrankung f√ľhrt erst zu einer Zahlung, wenn der Arbeitnehmer √ľberhaupt keine T√§tigkeit mehr aus√ľben kann, also auch keine deutlich schlechter bezahlten Jobs als Pf√∂rtner etwa. Deswegen raten Verbrauchersch√ľtzer dazu, eine Berufsunf√§higkeitsversicherung ohne diese abstrakte Verweisung abzuschlie√üen.

Dann gen√ľgt es, wenn der Versicherte berufsunf√§hig wegen psychischer Erkrankung wird und ein Arzt die Untauglichkeit f√ľr die bisher nachgegangene T√§tigkeit feststellt. Wer zum Beispiel in einem stressigen Job durch Depression berufsunf√§hig wird, muss sich keinen weniger nervenaufreibenden Beruf suchen und Lohnverluste in Kauf nehmen. Er erh√§lt sofort die vereinbarte Rente. Droht jemandem, berufsunf√§hig wegen psychischer Erkrankung zu werden, sollten die Betroffenen bald einen Arzt kontaktieren. Voraussetzung f√ľr die Versicherungsleistung sind medizinische Gutachten und Prognosen.

Zahlt die Berufsunfähigkeitsversicherung bei Depressionen?

Ob die eigene Berufsunf√§higkeitsversicherung im Versicherungsfall die BU-Rente zahlt, h√§ngt vom individuellen Versicherungsvertrag ab. 

Zur Anerkennung der Berufsunf√§higkeit wird folgende ‚ÄúFormel‚ÄĚ herangezogen:

Der Betroffene f√§llt mindestens zu 50 Prozent seiner Arbeitszeit wenigstens sechs Monate lang aus. 

Ist dies der Fall, ist die Berufsunf√§higkeit zu bejahen und der Versicherungsgeber zahlt in der Regel die BU-Rente aus. Die Beurteilung dessen wird einem Arzt bzw. Psychotherapeuten √ľberlassen, der Versicherer kann aber auch einen Gutachter hinzuziehen. 

Da BU-Versicherungen gerade bei so h√§ufigen Krankheiten wie der Depression, die selten nur einmalig auftreten, ein gewisses Risiko tragen, greifen sie regelm√§√üig auf bestimmte Ma√ünahmen und Klauseln zur√ľck, um dieses zu minimieren – zum Nachteil des Versicherungsnehmers. 

Daher sollten Interessierte an einer BU folgende Klauseln und Bestimmungen dringend vor Abschluss des Vertrags beachten. 

Die Ausschluss-Klausel: 

Wird eine Ausschluss-Klausel vereinbart, kann der Versicherer bestimmte Arten von Erkrankungen, also auch die Depression oder etwa R√ľckenleiden, vom Versicherungsschutz ausschlie√üen. Wenn es also aufgrund der ausgeschlossenen Erkrankung beim Versicherungsnehmer zur Berufsunf√§higkeit kommt und somit der Versicherungsfall eintritt, muss die BU dennoch nicht zahlen.

Wird der Versicherungsnehmer nun aufgrund einer depressiven Episode berufsunf√§hig, sollte er sp√§testens jetzt in seinem Vertrag nachsehen, ob eine Ausschluss-Klausel f√ľr genau diesen Fall existiert. Wir raten, sich bereits vor Abschluss des Versicherungsvertrags diesen genau anzusehen und mit Experten zu besprechen, um solche Fallstricke zu vermeiden und den vollen Versicherungsschutz genie√üen zu k√∂nnen. Oftmals kommt es auch auf die genaue Formulierung der Ausschluss-Klausel an. Was diese genau meint, welche Auswirkungen sie f√ľr Sie haben kann und ob Sie diese hinnehmen oder nachverhandeln sollten, bei diesen und weiteren Fragen rund um das Thema BU helfen wir Ihnen selbstverst√§ndlich jederzeit weiter.¬†

Der Risikozuschlag: 

Wird das Risiko eines Versicherungsnehmers, (erneut) berufsunf√§hig zu werden, durch die BU als √ľberdurchschnittlich hoch bewertet, kann sie als Bedingung f√ľr den Abschluss des Vertrags einen Risikozuschlag vereinbaren. Hierdurch erh√∂ht sich die Versicherungspr√§mie, der BU-Vertrag wird also teurer. Der Risikozuschlag kann als vorverlagerte finanzielle Kompensation f√ľr eine sp√§ter auftretende Berufsunf√§higkeit verstanden werden.

H√ľrden bew√§ltigen: unsere L√∂sung

Aber nur weil etwas schwer ist, ist es noch lange nicht unmöglich. Wir als freie Versicherungsmakler und -Berater kennen uns mit der Problematik aus und verstehen gleichzeitig die missliche Lage der Betroffenen. Uns ist es wichtig, dass Sie adäquat abgesichert sind. Und damit meinen wir die Kombination aus dem nötigen Versicherungsschutz und angemessenen Konditionen

Um Ihnen dies zu erm√∂glichen, bieten wir f√ľr unsere Kunden die Durchf√ľhrung einer anonymen Risikovoranfrage an.

Exkurs: Gesundheitspr√ľfung und Vorerkrankungen

Wie oben bereits festgestellt, treten Depressionen h√§ufig episodenhaft auf. Es ist daher nicht unwahrscheinlich, dass ein Betroffener erst nach der ersten oder zweiten Episode bei einer BU-Versicherung anfragt und er daher als Interessent mit Vorerkrankungen gilt. 

Der Abschluss einer Berufsunf√§higkeitsversicherung kann Schwierigkeiten bereiten, wenn Vorerkrankungen vorliegen, wobei die Art und Schwere der Erkrankung eine entscheidende Rolle spielt. Stellt ein Interessent einen Antrag, f√ľhrt die Versicherung eine Gesundheitspr√ľfung durch. Hier sind Antragsteller verpflichtet, eine Reihe von Fragen (sog. Gesundheitsfragen) zu beantworten. Dies erm√∂glicht dem Versicherer, ein detailliertes Bild vom physischen und psychischen Zustand des potenziellen Versicherungsnehmers zu erhalten. Diese Bewertung ist von entscheidender Bedeutung f√ľr die wirtschaftliche Stabilit√§t und den Fortbestand der Berufsunf√§higkeitsversicherung.

Das Vorhandensein von bestehenden Erkrankungen wird vom Versicherer als Warnsignal betrachtet, da dies in einigen F√§llen die Wahrscheinlichkeit eines erneuten Auftretens oder einer Verschlechterung der Krankheit erh√∂hen kann. Anders ausgedr√ľckt: Die Gefahr eines Leistungsfalls ist entsprechend hoch.

Im √úbrigen ist es sehr wichtig, die Gesundheitsfragen im Rahmen der entsprechenden Pr√ľfung so genau wie m√∂glich zu beantworten. Das bedeutet in der Praxis, dass beim Ausf√ľllen der Fragen am besten mit der eigenen Patientenakte gearbeitet werden kann, nichts ausgespart oder besch√∂nigt werden sollte und insgesamt auf die vollst√§ndige und transparente Beantwortung der Fragen geachtet werden muss. Denn dies ist Teil der vorvertraglichen Anzeigepflichten des Versicherungsnehmers. Werden diese verletzt, kann es zu unangenehmen Konsequenzen kommen: Bei falschen Angaben bei Vertragsschluss kann der Versicherer vom Vertrag zur√ľcktreten und auch die Zahlung der BU-Rente verweigern.¬†

Wie finden Sie die richtige Absicherung gegen Berufsunfähigkeit?

Laden Sie sich meinen Leitfaden mit den wichtigsten Handlungshilfen f√ľr die Selektion einer geeigneten Absicherung gegen Berufsunf√§higkeit herunter, das erleichtert Ihnen die Auswahl:

Die anonyme Risikovoranfrage

Um als Interessenten mit Depressionen oder anderen Vorerkrankungen bei BU-Versicherungen zu erfragen, ob ein Versicherungsabschluss m√∂glich ist und zu welchen Konditionen, sollte stets auf die sog. anonyme Risikovoranfrage zur√ľckgegriffen werden. 

Dies hat folgenden Grund: 

Das sogenannte Hinweis- und Informationssystem der Versicherer, auch als Wagnisdatei bezeichnet, beinhaltet Informationen √ľber Bewerber f√ľr Berufsunf√§higkeitsversicherungen, die zwischen den Versicherungsgesellschaften ausgetauscht werden. Darin enthalten sind auch Daten √ľber die Ablehnung von Antr√§gen durch andere Versicherer. Wenn ein BU-Versicherer feststellt, dass Sie zuvor von einer oder mehreren Versicherungen abgelehnt wurden, wird schnell klar, dass es hierf√ľr Gr√ľnde gibt, die etwa auf Ihre Gesundheit oder den ausge√ľbten Beruf sowie die Freizeitgestaltung zur√ľckzuf√ľhren sind.

Es wird also deutlich, dass Sie kein ‚Äúidealer, risikoarmer Beitragszahler‚ÄĚ sind. Um dieses indirekte Warnsignal zu umgehen, empfiehlt es sich dringend, eine anonyme Risikovoranfrage durch Versicherungsexperten durchf√ľhren zu lassen. Hierbei wird Ihr Antrag anonymisiert eingereicht, um risikofrei Angebote von verschiedenen Versicherungsunternehmen einzuholen.

Die anonyme Risikovoranfrage ist besonders f√ľr Personen mit Vorerkrankungen, in risikoreichen Berufen (die als k√∂rperlich oder seelisch besonders belastend gelten), mit einem ungesunden Lebensstil, gef√§hrlichen Hobbys oder Sportarten sowie f√ľr Menschen in insgesamt schwacher Verfassung empfehlenswert. 

Wurde die Risikoanfrage durchgef√ľhrt und treffen die Antworten der angefragten BU-Versicherer ein, besprechen wir diese. Im n√§chsten Schritt er√∂rtern wir gemeinsam, welche Versicherung nun f√ľr Sie die sinnvollste ist und was wir tun k√∂nnen, um die Konditionen zu verbessern oder √ľberhaupt die Versicherbarkeit zu erm√∂glichen. Hier finden Sie ein Beispiel aus der Praxis, wie wir einen Leistungsausschluss √ľberpr√ľfen lie√üen und umgehen konnten. 

Was wir f√ľr Sie tun k√∂nnen

Die anonyme Risikovoranfrage ist ein erprobtes Mittel, um Sie risikofrei und zu den besten Konditionen bei einer BU-Versicherung unterzubekommen ‚Äď doch nicht das einzige. 

Wir als freie Versicherungsmakler greifen auf eine gro√üe Auswahl an Anbietern zur√ľck und m√ľssen uns nicht auf ein kleines Portfolio begrenzen. Dies erm√∂glicht es uns, f√ľr Sie die individuell richtige L√∂sung, losgel√∂st von bestimmten Anbietern zu finden. Wir begleiten Sie nicht nur bei der Suche nach dem passenden Versicherungsschutz, sondern unterst√ľtzen Sie auch bei der Gesundheitspr√ľfung und betreuen Sie weit dar√ľber hinaus. F√ľr uns endet die Zusammenarbeit noch lange nicht mit dem Vertragsschluss.

Im Rahmen der Beratung nehmen wir uns ausreichend Zeit f√ľr Sie und ermitteln Ihren individuellen Versicherungsbedarf und beraten Sie transparent und kompetent. Durch unsere langj√§hrige Erfahrung kennen wir die Anbieter, die H√ľrden, M√∂glichkeiten und die L√∂sungen

Wenn alle Register gezogen sind und selbst die Asse in unseren √Ąrmeln nichts n√ľtzen, dann bedeutet es f√ľr Sie dennoch nicht, dass Sie ohne Versicherungsschutz bleiben. Denn es gibt Alternativen zur Berufsunf√§higkeitsversicherung, auf die vor allem Menschen mit hohem Risikoprofil und Vorerkrankungen zur√ľckgreifen k√∂nnen. Wir beraten Sie gerne zur Erwerbsunf√§higkeitsversicherung oder zur Grundf√§higkeitsversicherung.¬†

Der Gefahr begegnen: Berufsunfähigkeit durch Depression kann jeden treffen

Niemand ist davor gefeit, infolge einer Depression berufsunfähig zu werden. Zumindest die finanzielle Not können Sie verhindern, wenn Sie eine Berufsunfähigkeitsversicherung psychische Erkrankungen abgeschlossen haben. Die Tipps im Überblick:

  • Schlie√üen Sie die Berufsunf√§higkeitsversicherung psychische Erkrankungen fr√ľhzeitig ab
  • Berufsunf√§higkeitsversicherung psychische Erkrankungen ohne Klausel “abstrakte Verweisung” bevorzugen: Andernfalls droht bei Berufsunf√§higkeit durch Depression Leistungsverweigerung.
  • Teilen Sie der Berufsunf√§higkeitsversicherung psychische Vorerkrankung ehrlich mit. Bei einer Berufsunf√§higkeitsversicherung psychische Vorerkrankung sollten Sie auf Leistungsausschl√ľsse achten.
  • Werden Sie berufsunf√§hig wegen psychischer Erkrankung: √§rztlich dokumentieren lassen.

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Anbei ein paar Links zu weiteren Artikeln √ľber das Thema ‚ÄúBerufsunf√§higkeitsabsicherung‚Äú:

R√ľckfragen / weitere Unterlagen

Wenn Sie dazu¬†weitere Fragen¬†haben zur Berufsunf√§higkeit durch Depression oder ein pers√∂nliches Angebot zur BU-Absicherung w√ľnschen, senden Sie mir bitte eine¬†E-Mail¬†zu (info@marco-mahling.de) oder nutzen mein¬†Kontaktformular.