Je früher Sie daran denken, Versicherungen für Kinder oder eine Geldanlage für Kinder abzuschließen, umso günstiger fallen die jeweiligen Tarife der Versicherungen für Kinder und umso höher die Rendite bei einer Geldanlage für Kinder aus.

Versicherungen für Kinder

Grundsätzlich sollten Versicherungen für Kinder sowie eine Geldanlage für Kinder strikt voneinander getrennt werden, um Kosten zu sparen und die Transparenz sicherzustellen. Welche Versicherungen für Kinder und welche Geldanlage für Kinder empfehlenswert sind, erfahren Sie hier.

Versicherungen für Kinder

Es gibt einige Versicherungen für Kinder, deren Abschluss bereits im Kleinkindalter wichtig ist. Ein wichtiger Grund ist die Höhe der Versicherungsbeiträge, die für Kinder und Jugendliche vergleichsweise gering ausfallen, was vor allem für die Berufsunfähigkeitsversicherung für Kinder gilt. Ebenso wichtig sind als Versicherungen für Kinder die Privathaftpflicht für Kinder und die Unfallversicherung für Kinder. Um Kinder ausreichend abzusichern, sollte insbesondere der Hauptversorger einer Familie eine Risikolebensversicherung zum Schutz seiner Familie abschließen, die in etwa das vier- bis fünffache des Jahreseinkommens betragen sollte.

1. Privathaftpflicht für Kinder

Kinder sind bis zum Ende ihrer ersten beruflichen Ausbildung oder ihres Studiums bei den Eltern in der Privathaftpflichtversicherung mitversichert, sodass eine Privathaftpflicht für Kinder entbehrlich scheint. Ohnehin sind Kinder bis sieben Jahre nicht schuldfähig, sodass Eltern nicht für Schäden haften, wobei die Haftung im Straßenverkehr erst mit zehn Jahren beginnt. Anderes gilt dann, wenn die Eltern ihre Aufsichtspflicht verletzen. Dann springt die Privathaftpflicht für Kinder ein. Wann die Aufsichtspflicht verletzt ist, kommt auf den Einzelfall an. Als Faustformel gilt, dass Kinder, die jünger als vier Jahre alt sind, so beaufsichtigt werden müssen, dass Eltern jederzeit eingreifen können. Kinder bis zu einem Alter von sieben Jahren sollten alle 15 bis 30 Minuten kontrolliert werden, während Eltern bei älteren Kindern immer den aktuellen Aufenthaltsort kennen sollten.

Tatsächlich sieht die Realität bezüglich der Privathaftpflicht für Kinder anders aus. Eltern möchten meistens die Schäden ihrer Kinder bezahlen, auch wenn diese nicht schuldfähig sind und sie das eigentlich nicht müssten. Manche Privathaftpflicht für Kinder ersetzt auch die von schuldunfähigen Kindern verursachten Schäden. Ohnehin ist die Versicherungssumme bei einer Privathaftpflicht für Kinder im Vergleich zur üblichen Haftpflichtversicherung vergleichsweise niedrig, sodass auch der Versicherungstarif der Privathaftpflicht für Kinder, die schuldunfähig sind, preisgünstig ist.

2. Unfallversicherung für Kinder

Grundsätzlich gehört die Unfallversicherung für Kinder zu den Versicherungen für Kinder, die Sie sozusagen vom ersten Schrei des Kindes abschließen sollten. Im Fokus der Unfallversicherung für Kinder steht die Invaliditätsabsicherung, die im Falle eines Unfalls die Betreuung eines Kindes sicherstellt.

Zwar sind Unfälle, die auf direktem Weg zur und von der Schule passieren, in den Versicherungsschutz der gesetzlichen Unfallversicherung eingeschlossen. Allerdings zahlt die gesetzliche Unfallversicherung für Kinder im Falle von Invalidität nur sehr geringe Renten.

Tatsächlich passieren die meisten Unfälle in der Freizeit, für die die gesetzliche Unfallversicherung für Kinder nicht haftet. Insoweit ist es ratsam, zusammen mit einer Unfallversicherung für Kinder auch eine Invaliditätsversicherung abzuschließen. Mehr über die Unfallversicherung ohne Gesundheitsfragen können Sie auf meinem Blog nachlesen.

verunglücktes Kind vor einem Auto
Schock-Vorstellung – Ein Anruf aus der Notaufnahme, weil das eigene Kind einen Unfall hatte

Verzichten sollten Sie auf den Abschluss einer Unfallversicherung für Kinder, die mit einem zusätzlichen Sparplan beworben wird.

3. Berufsunfähigkeitsversicherung für Kinder

Bereits ab dem 15. Lebensjahr gibt es die Berufsunfähigkeitsversicherung für Kinder, die so früh wie möglich abgeschlossen werden sollte. In diesem Alter sind Kinder meist kerngesund, sodass sie ohne Bedenken einen guten Schutz zu einem noch niedrigen Beitragssatz erhalten. Darüber hinaus gibt es eine Reihe von guten Gründen, die für eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Kinder sprechen, nämlich diese:

  • Oftmals ist es für Arbeitnehmer nicht mehr möglich, in eine Berufsunfähigkeitsversicherung aufgenommen zu werden, da die Aufnahme an den Gesundheitsfragen scheitert. Mögliche Ausschlussgründe sind beispielsweise Rückenleiden, Übergewicht, Diabetes und Bluthochdruck, um nur einige zu nennen. Schüler hingegen sind meist top in Form, sodass keine Krankheitsbilder vorliegen, die mögliche Ausschlussgründe für die Berufsunfähigkeitsversicherung für Kinder sind oder die als Risikofaktoren die Versicherungsprämie in die Höhe treiben.
  • Schüler profitieren in der Berufsunfähigkeitsversicherung für Kinder von einem Einheitsbetrag, der vergleichsweise gering ausfällt. Wer bereits älter und berufstätig ist und die Aufnahme in eine Berufsunfähigkeitsversicherung beantragt, muss entsprechend der Einteilung in Büroberufe oder in Berufe mit körperlichen oder gefährlichen Tätigkeiten einen höheren Tarif bezahlen.
  • Durch die Berufsunfähigkeitsversicherung für Kinder sichern sich Schüler eine Versicherung ohne Leistungseinschränkung mit einer sehr günstigen Beitragszahlung, die so bei einem späteren Eintrittsalter nicht mehr zur Verfügung steht.
  • Oftmals neigen Antragsteller im fortgeschrittenen Alter dazu, wahrheitswidrige Angaben in Bezug auf ihre gesundheitliche Verfassung zu machen. Das kann später teuer werden. Denn diese wahrheitswidrigen Angaben kommen immer ans Licht und sind ein Grund, warum im Versicherungsfall Leistungen aus der Berufsunfähigkeitsversicherung abgelehnt werden und auch abgelehnt werden können.

Geldanlagen für Kinder

Die Freude über die Geburt eines Kindes öffnet vor allem bei den Großeltern, bei Onkeln und Tanten nicht nur das Herz, sondern auch den Geldbeutel. Da ist es durchaus sinnvoll, schon jetzt daran zu denken, Geld für später anzulegen, beispielsweise für die Finanzierung des Führerscheins, für die Ausbildung oder als Grundstock für einen Auslandsaufenthalt oder eine spätere Immobilie. Eine ähnliche Situation ist der Beginn der Schulzeit, der für Eltern und insbesondere für die Kinder der Beginn einer sehr aufregenden Lebensphase ist, in der sie sich rasant entwickeln und viel Neues erleben. Auch das ist häufig ein guter Anlass, den Grundstein für eine finanzielle Absicherung zu legen. Als Geldanlage für Kinder bieten sich verschiedene Varianten an, die angefangen von einem Sparplan über Festgeld bis zu Fonds reichen.

Nicht geeignet: Die Ausbildungsversicherung und das Sparbuch

Als Geldanlage für Kinder nicht geeignet ist die Ausbildungsversicherung. Auch wenn ihr Name verheißungsvoll klingt, handelt es sich dabei regelmäßig um eine kapitalbildende Lebens- oder Rentenversicherung, die häufig in Verbindung mit Fondsinvestment angeboten wird und mehr Kosten verursacht als Rendite bringt. Auch die Verbraucherzentralen raten aus diesen Gründen von einer Ausbildungsversicherung ab und empfehlen eine Trennung von Geldanlagen und Versicherungen für Kinder. Gleiches gilt übrigens für das Sparbuch, das aufgrund der anhaltend niedrigen Zinsen nicht nur als Geldanlage für Kinder an Attraktivität verloren hat. Das gilt umso mehr vor dem Hintergrund, dass bei einer Geldanlage für Kinder lange Sparphasen möglich sind, die gewinnbringender sind.

Geeignet: Der Fondssparplan in einem offenen Investmentfonds

Gerade wegen der langen Sparphase lohnt sich die Investition in einen Fondssparplan in einem offenen Investmentsfonds. Sie investieren in Sachwerte und können so an der Wertentwicklung der Kapitalmärkte teilhaben. Aufgrund der langen Anlagedauer werden mögliche Kursschwankungen ausgeglichen, und Sie profitieren vom sogenannten Cost Average Effekt. Grundsätzlich werden zwei Arten von Investmentfonds unterschieden, offene und geschlossene Fonds. Offene Fonds sind klassische Investmentfonds, die im Gegensatz zum geschlossenen Fonds beliebig viele Fondsanteile ausgeben. Attraktiv an diesem Investment, das sich als auf Dauer angelegte Geldanlage für Kinder eignet, ist, dass Sie bereits zu relativ niedrigen Anlagebeträgen Anteile erwerben können. Hier ist allerdings fachlicher Rat gefragt, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Dazu gehören das Wissen über die langfristige Entwicklung von Branchen und Unternehmen, um die Investitionen zu streuen und das Risiko von Verlusten zu minimieren. Die Investmentfonds werden von erfahrenen Spezialisten professionell verwaltet, außerdem sind Anleger durch das Gesetz über Kapitalanlagegesellschaften geschützt. Als Geldanlage für Kinder ist vor allem interessant, dass Anteile an einem offenen Fonds nicht nur per Einmalanlage, sondern auch in Form eines regelmäßigen Sparplans, des sogenannten Fondssparplans, gekauft werden können.

Den Cost Average Effekt nutzen

Wer Monat für Monat für sein Kind oder die Enkel einen bestimmten Betrag zur Seite legt und in einen Fondssparplan investiert, erwirbt mit jeder weiteren Zahlung Fondsanteile in einem Investmentfonds. Abhängig davon, ob die Börsenkurse gerade niedrig oder hoch sind, können für den monatlichen Betrag mal mehr und mal weniger Anteile erworben werden: Wenige Anteile bei einem hohen Aktienkurs und viele Anteile bei einem niedrigeren Börsenkurs. Was unter dem Strich dabei herauskommt, ist der sogenannte Cost Average Effekt, der bedeutet, dass der durchschnittliche Einstandspreis durch das Auf und Ab der Börse besonders günstig ist.

Günstige Depotgebühren und Steuervorteile nutzen

Läuft der Investmentsparplan als Geldanlage für Kinder auf den Namen des Kindes, bieten sich finanzielle Vorteile. Das gilt für die Depotgebühren, die bei Kindern und Jugendlichen nicht oder nur in sehr geringer Höhe erhoben werden. Hinzu kommen bei einer Geldanlage für Kinder erhebliche Steuervorteile. So wird für Zinserträge wie beispielsweise den Fondssparplan eine Abgeltungssteuer in Höhe von 25 Prozent fällig. Ebenso wie ein Erwachsener kann auch ein Kind den Sparerpauschbetrag von 801 Euro pro Jahr nutzen. Allerdings darf ein Kind Kapitalerträge bis zu einer Höhe von 9.191 Euro haben, ohne dass Steuern anfallen.

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