Die freiwillige Krankenversicherung - auch f√ľr Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eine Option.
Die freiwillige Krankenversicherung – auch f√ľr Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eine Option.

Freiwillige Krankenversicherung – Diese Vorteile √ľberzeugen

Richtige Versicherung: Die Gesundheit ist unser wichtigstes Gut, √ľberlassen Sie ihren Schutz nicht dem Zufall.
Richtige Versicherung: Die Gesundheit ist unser wichtigstes Gut, √ľberlassen Sie ihren Schutz nicht dem Zufall.

Die freiwillige gesetzliche Krankenversicherung stellt eine m√∂gliche Versicherungsoption f√ľr Personen dar, die nicht der Pflichtversicherung unterliegen. Diese Form der Versicherung richtet sich an eine Vielzahl von Personen, so etwa Selbstst√§ndige, Studentinnen und Studenten, Rentnerinnen und Rentner, Beamtinnen und Beamte und weitere Personen, die nicht aufgrund ihres Arbeitsentgeltes und der Arbeitnehmerposition gesetzlich versichert sind. Auch Kinder k√∂nnen hier mitversichert werden.
Aber auch Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, welche die Versicherungspflichtgrenze √ľberschreiten und daher keine Pflichtversicherte mehr sind, k√∂nnen als “Gutverdiener” in die freiwillige Krankenversicherung wechseln. In diesem Beitrag beleuchten wir die verschiedenen Aspekte der freiwilligen gesetzlichen Krankenversicherung und wie sie unterschiedlichen Personengruppen eine wichtige Absicherung im Krankheitsfall bieten kann. Dabei werfen wir auch einen Blick auf den Vergleich zur privaten Krankenkasse.

Freiwillig in die gesetzliche Krankenversicherung – das sollten Sie wissen

Wer nicht verpflichtet ist, Mitglied der gesetzlichen Krankenversicherung zu sein, der kann sich freiwillig gesetzlich krankenversichern. Dieses Wahlrecht kommt aber nur gewissen Personen zu, welche sich Рwenn nicht freiwillig gesetzlich Рauch privat versichern könnten.

Ab wann sich jemand auch privat oder freiwillig versichern lassen kann, bestimmt sich nach der Jahresarbeitsentgeltgrenze. Hierbei handelt es um die Grenze, bis zu der ein Arbeitnehmer in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert ist.
Im Jahr 2023 liegt die Jahresarbeitsentgeltgrenze f√ľr die GKV bei 66.600 Euro im Jahr.

Freiwillige Versicherung: Die Vorteile auf einen Blick

Wenn keine Versicherungspflicht besteht, kann man sich √ľber die gesetzliche Krankenkasse/ Krankenversicherung (abgek√ľrzt GKV) freiwillig krankenversichern. Dies bietet eine Handvoll Vorteile:

F√ľr die freiwillige Krankenversicherung spricht die H√∂he der Beitr√§ge im Alter, welche bei einer privaten Versicherung steigen. Dies ist in der Regel zwar mit Mehrleistungen und der Altersr√ľckstellung seitens der PKV verbunden, von denen aber nicht jeder Gebrauch machen m√∂chte. Die Beitr√§ge bei der gesetzlichen Kasse erh√∂hen sich hingegen nicht nur wegen des Alters.

Auch f√ľr Eltern kann die freiwillige GKV eine gute Wahl sein, da die Kinder beitragsfrei im Rahmen der Familienversicherung mitversichert werden k√∂nnen.

Ein gro√üer Unterschied zur privaten Krankenversicherung und gleichzeitig enormer Vorteil liegt darin, dass es keine Gesundheitspr√ľfung gibt und der GKV Beitrag unabh√§ngig von Vorerkrankungen oder Risikozuschl√§gen (wie etwa in einer Berufsunf√§higkeitsversicherung) besteht.

Wer sich sp√§ter doch noch f√ľr die private Krankenversicherung entscheidet, kann immer noch hierhin Wechseln.

Wer kann sich freiwillig versichern lassen?

Beamte, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, Selbstständige ... viele können freiwilliges Mitglied der GKV werden.
Beamte, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, Selbstständige … viele können freiwilliges Mitglied der GKV werden.

Nach § 9 SGB V können sich folgende Personengruppen freiwillig gesetzlich versichern, wenn sie bereits zuvor bei einer gesetzlichen Krankenversicherung versichert waren:

  • Menschen, die bislang Mitglied einer kostenfreien Familienversicherung waren, die nun erlischt.
  • Kinder, welche nicht familienversichert sind, da der Elternteil mit dem h√∂heren Einkommen √ľber der Jahresarbeitsentgeltgrenze liegt und aus diesem Grund privat versichert ist.
  • Arbeitnehmer, wenn ihr Bruttoeinkommen die Jahresarbeitsentgeltgrenze √ľbersteigt.
  • Schwerbehinderte Menschen, wenn sie selbst, ein Elternteil oder der Ehepartner in den letzten f√ľnf Jahren f√ľr mindestens drei Jahre gesetzlich versichert waren. Hier sollte jedoch auf eine m√∂gliche Altersgrenze geachtet werden, welche sich in der Satzung der jeweiligen Krankenkasse findet.
  • Beamte
  • Zeitsoldaten, die ihre Dienstzeit beendet haben
  • Selbstst√§ndige und Freiberufler (hauptberuflich)
  • √Ąrzte
  • Studierende, welche die Voraussetzungen der Krankenversicherung der Studenten nicht (mehr) erf√ľllen
  • Rentner, welche die Voraussetzungen der Aufnahme in die Krankenversicherung der Rentner nicht mehr erf√ľllen
  • Personen, die aus der Versicherungspflicht ausgeschieden sind und in den vergangenen f√ľnf Jahren vor dem Ausscheiden mindestens 24 Monate oder unmittelbar vor dem Austritt ununterbrochen f√ľr mindestens zw√∂lf Monate versichert waren ( dies sind die sog. Vorversicherungszeiten)
  • Arbeitnehmer, die erstmals in Deutschland einer Besch√§ftigung nachgehen und sofort ein regelm√§√üiges monatliches Arbeitsentgelt von mindestens 5.550 Euro verdienen

Zusammengefasst: Personen, die keiner Versicherungspflicht der GKV unterliegen oder bei denen diese Pflicht beendet ist, können sich freiwillig bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichern lassen.

Gut zu wissen: Wer nicht zwingend gesetzlich pflichtversichert ist, dem kommt eine Wahlfreiheit zwischen der freiwilligen Krankenversicherung (GKV) und der privaten Krankenversicherung (PKV) zu.

Das sollten Selbstständige wissen

Das Einkommen von Selbstständigen und Freiberuflern ist nur selten jeden Monat gleich hoch, es ist schließlich nicht mit dem Gehalt eines Angestellten zu vergleichen. Bei den Beiträgen der GKV wird aber genau dieses monatliche Einkommen zur Bestimmung der Höhe herangezogen. Daher schätzt die Krankenkasse das zu erwartende Einkommen zu Beginn der selbstständigen Tätigkeit und setzt dieses dann auf Grundlage des ersten Einkommensteuerbescheids fest.

F√ľr Selbstst√§ndige, die bereits einige Jahre nicht mehr in einem Arbeitnehmer-Arbeitgeber-Verh√§ltnis stehen, l√§uft die Beitragsberechnung seitens der Versicherung wie folgt ab:
Die Krankenversicherung setzt die Beitragsh√∂he auf Basis des letzten Einkommensteuerbescheids f√ľr ein Jahr vorl√§ufig fest (sog. Festsetzung). Liegt der Steuerbescheid f√ľr das entsprechende Jahr vor, wird der festgesetzte Beitrag anhand der tats√§chlichen Zahlen korrigiert. Dies kann zu einer Nachzahlung oder einer R√ľckzahlung f√ľhren: Verdiente der Versicherer mehr, als urspr√ľnglich angenommen, wird er Beitr√§ge an die Versicherung nachzahlen m√ľssen. Im umgekehrten Fall, wenn also weniger verdient wurde als festgesetzt, erh√§lt der Versicherungsnehmer Geld zur√ľck. Die Frist zur Einreichung des Einkommensteuerbescheids betr√§gt drei Jahre. Diese Frist sollte auch dringend eingehalten werden, da die Krankenkasse andernfalls den H√∂chstbetrag r√ľckwirkend verlangen kann, vgl. ¬ß 240 Abs. 4a SGB V.

Kommt es aus irgendwelchen Gr√ľnden dazu, dass das Einkommen des Versicherten im laufenden Jahr um mehr als 25 Prozent einbricht, kann eine Neuberechnung der Beitr√§ge beantragt werden. Das gesunkene Einkommen kann durch einen Vorauszahlungsbescheid oder einen Nachweis der Finanzverwaltung belegt werden.

Gut zu wissen: Es besteht auch die M√∂glichkeit, von sich aus den H√∂chstbetrag zu zahlen, um dann j√§hrlich ggf. Geld zur√ľckzubekommen und nicht in die Verlegenheit zu geraten, einen enormen Betrag nachzahlen zu m√ľssen.

Versicherungspflicht: Beginn und Ende

Jeder B√ľrger muss in Deutschland krankenversichert sein, dies ist eine Pflicht.
Wer gesetzlich versicherungspflichtig ist, steht in ¬ß 5 SGB V. Die Versicherungspflichtgrenze, auch Jahresarbeitszeitgrenze (kurz JAEG) genannt, ist hingegen nicht gesetzlich geregelt, sondern wird j√§hrlich neu durch das Bundesministerium f√ľr Arbeit und Soziales bestimmt – die Werte sind bundesweit gleich. Diese Grenze sagt aus, ab welchem Bruttojahresentgeld diejenigen nicht mehr die Pflicht haben, gesetzlich versichert zu sein, sondern die Wahl erhalten, sich auch privat versichern zu lassen.

Bei Arbeitnehmern kann die Versicherungspflicht jedoch dann erl√∂schen, wenn sie ein neues, h√∂heres Bruttogehalt erhalten und die Jahresarbeitsentgeltgrenze im laufenden sowie im kommenden √ľberschreiten. Wechselt der Arbeitnehmer den Arbeitgeber und √ľberschreitet hierdurch die Jahresarbeitsentgeltgrenze, endet die Versicherungspflicht mit dem ersten Tag der neuen Besch√§ftigung.

Was passiert, wenn die Versicherungspflicht endet?

Endet die Versicherungspflicht und schließt sich keine neue an, so wird die Person automatisch zum freiwilligen Mitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung. Hintergrund ist die sogenannte obligatorische Ausschlussversicherung, welche in § 188 Abs. 4 SGB V gesetzlich geregelt ist. Die freiwillige Mitgliedschaft fängt im Übrigen auch mit dem Ende der Familienversicherung an.

Wer nicht freiwillig gesetzlich versichert sein will, muss innerhalb von zwei Wochen den Austritt erkl√§ren und die Mitgliedschaft bei einer privaten Krankenversicherung nachweisen. Eine “Pause” zwischen den Stationen ist nicht zul√§ssig, da der Versicherungsschutz l√ľckenlos bestehen bleiben muss.

Ende der freiwilligen Krankenversicherung

Es gibt drei Konstellationen, durch welche die freiwillige Mitgliedschaft f√ľr Versicherte endet.

  1. Wenn die Voraussetzungen f√ľr eine Familienversicherung vorliegen.
  2. Bei einer fristgerechten K√ľndigung.
  3. Mit Beginn der Pflichtmitgliedschaft.

Beitr√§ge berechnen – so geht’s

Der Beitragssatz bestimmt sich bei der gesetzlichen Kasse nach dem Arbeitsentgelt bzw. den Eink√ľnften.
Der Beitragssatz bestimmt sich bei der gesetzlichen Kasse nach dem Arbeitsentgelt bzw. den Eink√ľnften.

Die Kosten der freiwilligen Krankenversicherung h√§ngen von einigen Faktoren ab. F√ľr die H√∂he der Beitr√§ge ist einerseits entscheidend, ob der Versicherte angestellt oder selbstst√§ndig ist und andererseits, welches Volumen seine Eink√ľnfte haben.

Zunächst einmal die wichtigste Regel: Der zu zahlende Beitragssatz von 14,6 Prozent wird um Zusatzbeiträge der jeweiligen Krankenkassen ergänzt. Hinzu kommt der Beitrag zur gesetzlichen Pflegeversicherung.

F√ľr freiwillig versicherte Angestellte √ľbernimmt der Arbeitgeber die H√§lfte der Krankenversicherungsbeitr√§ge und die H√§lfte des Zusatzbeitrags.

Selbstst√§ndige und Freiberufler zahlen den bereits genannten allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent zuz√ľglich der Zusatzbeitr√§ge. Auch sie haben einen Anspruch auf Krankengeld ab der siebten Krankheitswoche.
Auch kann ein verminderter Beitragssatz von 14 Prozent gewählt werden, wobei der Versicherte hier auf ein Krankengeld im Falle einer längeren Krankheitsphase verzichtet. Bereits an dieser Stelle soll gesagt sein: Wegen 0,6 Prozent als selbstständige Person auf ein Krankengeld zu verzichten ist weder sinnvoll noch ratsam.
Selbstst√§ndige und Freiberufler sind Selbstzahler, genauso wie Studierende, die freiwillig in der gesetzlichen Krankenkasse versichert sind. An dieser Stelle ist es wichtig zu erw√§hnen, dass – anders als bei Angestellten – f√ľr den Beitragssatz nicht nur das reine Arbeitsentgelt, sondern auch andere Einnahmen (wie aus Kapitalverm√∂gen usw.) zur Ermittlung der Beitr√§ge herangezogen werden. Hierzu gleich mehr.

Rentner können einen Zuschuss zur Krankenversicherung in Höhe von 50 Prozent erhalten, wenn sie eine Rente von der Deutschen Rentenversicherung erhalten.

Ein wichtiger Faktor, den Sie kennen sollten, ist die sogenannte Beitragsbemessungsgrenze. Dies ist die Grenze, bis zu der das Einkommen beitragspflichtig ist. Sie liegt 2023 bei 4.987,50 Euro brutto im Monat (59.850 Euro im Jahr). Wer diesen Betrag √ľberschreitet, zahlt auf das “√ľbersch√ľssige” Einkommen keine Sozialversicherungsbeitr√§ge – alles dar√ľber ist also beitragsfrei. Hierzu gleich mehr.

Freiwillige Krankenversicherung: Diese Eink√ľnfte z√§hlen

Bei freiwillig Versicherten, die keine Arbeitnehmer sind, ist das Arbeitseinkommen nicht die einzige Grundlage der Beitragsberechnung. Vielmehr wird die “gesamte wirtschaftliche Leistungsf√§higkeit” von den Krankenkassen f√ľr die Berechnung der Beitr√§ge herangezogen. Auch auf diese Eink√ľnfte m√ľssen Krankenkassenbeitr√§ge gezahlt werden:

  • Gewinne aus Ver√§u√üerungen
  • Zinsen aus Kapitalgewinnen
  • Renten und Kapitalleistungen aus privaten Lebensversicherungen
  • Insolvenzgeld
  • Sachleistungen
  • Abfindungen oder √§hnliche Leistungen, die aufgrund der Beendigung eines Arbeitsverh√§ltnisses gezahlt werden
  • Ehegatten- oder Getrenntlebendenunterhalt

Der GKV Spitzenverband hat in seinen Beitragsverfahrensgrunds√§tzen f√ľr Selbstzahler die beitragspflichtigen Einnahmen definiert.

Auch hier bel√§uft sich der H√∂chstbetrag f√ľr Selbstst√§ndige auf rund 808 Euro monatlich inklusive durchschnittlichem Zusatzbeitrag.

Bemessungsgrenze und Mindesteinkommensgrenze

Die gesetzlichen Krankenkassen geben eine Einkommensobergrenze vor, bis zu der maximal Beitr√§ge gezahlt werden m√ľssen. Das Gegenst√ľck hierzu ist die Untergrenze, welche die Mindestbeitr√§ge regelt. Hier wird bei freiwillig Versicherten eine Mindesteinkommensgrenze als fiktives Mindesteinkommen bei der Beitragsberechnung angelegt.

Liegen die Beitr√§ge √ľber der Beitragsbemessungsgrenze, die aktuell (Stand 2023) 4.987,50 Euro betr√§gt, werden nur Eink√ľnfte bis zu eben dieser Grenze als Grundlage der Berechnung herangezogen. Wer mehr verdient, muss also nicht noch h√∂here Beitr√§ge zahlen.

Verdient der freiwillig Versicherte weniger als die Mindesteinkommensgrenze, zahlt er nur den Mindestbeitrag. Gleiches gilt f√ľr diejenigen, die selbst kein Einkommen haben, aber von nahen Angeh√∂rigen oder Lebenspartnern unterst√ľtzt werden. Dieser Mindestbeitrag wird anhand der Mindesteinkommensgrenze (Stand 2023: 1.131,67 Euro monatlich) berechnet. Das Einkommen wird fiktiv f√ľr die Bemessung zugerechnet: Das bedeutet, dass das tats√§chliche Einkommen auch unter diesem Betrag liegen kann.

Die Mindesteinkommensgrenze gilt f√ľr freiwillig Versicherte, die nicht angestellt erwerbst√§tig sind, nicht familienversichert sind, keine Sozialleistungen beziehen und deren Eink√ľnfte unter dem Mindesteinkommen liegen oder die √ľber kein eigenes Einkommen verf√ľgen.

Freiwillige Versicherung in der gesetzlichen Krankenkasse – Die Leistungen

Die Grenzen der freiwilligen Krankenversicherung liegen in dem Volumen der Leistung. Die gesetzliche Krankenkasse bietet auch f√ľr ihre freiwilligen Mitglieder einen eher eingeschr√§nkten Leistungsumfang, der nicht mit den Leistungen einer privaten Krankenversicherung mithalten kann.

Die wichtigste Leistung, neben den √ľblichen, ist wohl das Zahlen von Krankengeld. Freiwillige Mitglieder der gesetzlichen Kasse erhalten ebenfalls Elterngeld. Die Prozedur ist jedoch etwas komplizierter als bei Pflichtversicherten.

Privat oder freiwillig gesetzlich versichert – Was ist die bessere Wahl?

Private oder freiwillige Krankenversicherung? Sie können Entscheiden.
Private oder freiwillige Krankenversicherung? Sie können Entscheiden.

Wie so oft k√∂nnen wir als seri√∂se Versicherungsmakler und -Berater keine abschlie√üende allgemeing√ľltige Antwort auf die aufgeworfene Frage geben. Hierzu m√ľssten wir alle Faktoren kennen, die Ihren Bedarf und Ihre Vorstellungen von einem passenden und umfassenden Versicherungsschutz ausmachen.

Dennoch teilen wir gerne unsere Gedanken mit Ihnen:

Ja, eine freiwillige Versicherung kann dazu f√ľhren, dass die Beitr√§ge niedriger sind als bei einer privaten Krankenversicherung. Dies h√§ngt aber ma√ügeblich von Ihrem Einkommen ab. Insbesondere wenn Sie selbstst√§ndig sind, wird nicht nur das, was Sie unmittelbar durch Ihre T√§tigkeit erwirtschaften, zur Bemessung herangezogen, sondern auch weitere Einnahmen, wie oben bereits aufgelistet. Und je nachdem, wie diese ausfallen, k√∂nnten die Beitr√§ge doch h√∂her sein als bei der PKV – und das, obwohl Sie deutlich weniger Leistungen erhalten. Bei der PKV sind die Beitr√§ge im √úbrigen fix und richten sich nicht nach den Eink√ľnften, wie Sie hier nochmal nachlesen k√∂nnen.

Ein kleiner Denkansto√ü: Sind Sie zum Beispiel Beamtin, profitieren Sie bei der PKV durch die Beihilfe, die einen Teil der Beitr√§ge √ľbernimmt. Freiwillig gesetzlich Versicherte haben jedoch keinen Anspruch auf Beihilfe, wobei immer mehr Bundesl√§nder ihren Beamtinnen und Beamten einen Zuschuss zur Versicherung zahlen.
In der Regel k√∂nnen auch Studentinnen und Studenten auf attraktive Einstiegstarife bei der PKV zur√ľckgreifen k√∂nnen.

Andererseits muss sich der Versicherungsnehmer bei der GKV keiner Gesundheitspr√ľfung unterziehen und kein Risiko von Zuschl√§gen oder sogar einem Ausschluss bestimmten Erkrankungen wie bei der privaten Versicherung eingehen.
Privatversicherte m√ľssen au√üerdem bei Rechnungen in Vorleistung treten, ganz gleich, wie hoch diese ist. Dies kann f√ľr viele h√∂chst beunruhigend sein und zu einer Hemmschwelle, medizinischen Versorgung in Anspruch zu nehmen, f√ľhren. Hierin liegt wiederum ein Vorteil der GKV gegen√ľber der PKV, da hier nur die gesetzlichen Zuzahlungen geleistet werden m√ľssen. Es m√ľssen keine Rechnungen eingereicht werden, das Vorzeigen der Gesundheitskarte gen√ľgt.

Letzten Endes ist es eine Beitrags- und Leistungsfrage, die jeder f√ľr sich absch√§tzen und beantworten muss. Wir stehen Ihnen mit unserem Know-how als freie Versicherungsmakler und Berater als starker Partner zur Seite. Wir beantworten alle Ihre offenen Fragen, bestimmen gemeinsam Ihren Bedarf und er√∂rtern Ihre Anforderungen an den Leistungsumfang und den gew√§hrten Schutz, wobei wir auch die Kosten des jeweiligen Versicherungsstatus nicht aus dem Blick verlieren. Kontaktieren Sie uns gerne jederzeit f√ľr ein unverbindliches Erstgespr√§ch.

Fazit: Freiwillig gesetzlich krankenversichert

Freiwilliges Mitglied in der GKV: Das F√ľr und Wider.
Freiwilliges Mitglied in der GKV: Das F√ľr und Wider.

Die freiwillige gesetzliche Krankenversicherung ist eine Versicherungsm√∂glichkeit f√ľr Personen, die nicht pflichtversichert sind. Die freiwillige GKV steht vielen Menschen offen: Selbstst√§ndige, Studenten, Kinder im Rahmen der Familienversicherung, Rentner und Beamtinnen, aber auch Angestellte k√∂nnen sich zwischen der gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung entscheiden. Durch die freiwillige Krankenversicherung sind Sie auch au√üerhalb der Pflichtversicherung gegen Krankheitskosten abgesichert.

Die freiwillige Krankenversicherung kommt sowohl f√ľr Selbstst√§ndige als auch f√ľr Angestellte, die nicht automatisch durch ihr Arbeitsentgeld in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) pflichtversichert sind, infrage. Die Mitgliedschaft in einer gesetzlichen Krankenkasse erm√∂glicht aber nicht nur den eben genannten Personen den Zugang zu medizinischer Versorgung, sondern bietet beispielsweise auch Rentnern und Beamten finanzielle Absicherung bei Krankheit.

Ein Kernaspekt der freiwilligen Krankenversicherung ist der Anspruch auf Krankengeld. Im Falle einer Erkrankung erhalten Versicherte dieses, um ihren Lebensunterhalt weiter bestreiten zu k√∂nnen. Dies ist besonders f√ľr Selbstst√§ndige und freiberuflich T√§tige von gro√üer Bedeutung, da sie bei Arbeitsunf√§higkeit keinen Anspruch auf Lohnfortzahlung haben. Wer jedoch √ľber einen l√§ngeren Zeitraum arbeitsunf√§hig wird, den sch√ľtzt nur eine Berufsunf√§higkeitsversicherung umfassend.

Die Beitragsberechnung und somit die Kosten f√ľr die freiwillige Mitgliedschaft richten sich nach dem Einkommen und k√∂nnen somit individuell variieren.

Bei der Auswahl der Krankenkasse ist der Beitragszahler frei, und es gibt zahlreiche gesetzliche Krankenkassen, bei denen man sich versichern kann. Dabei ist es stets wichtig, die Leistungen und Beitragss√§tze zu vergleichen, um die optimale Kasse bzw. Versicherungsform zu finden. Gleiches gilt f√ľr die Gegen√ľberstellung mit der PKV, deren Leistungsf√ľlle und konstanten Beitr√§ge ebenfalls f√ľr sich sprechen. Wir helfen Ihnen gerne dabei, die richtige L√∂sung f√ľr Ihre Bed√ľrfnisse zu finden. Nutzen Sie die M√∂glichkeit der transparenten und ehrlichen Beratung auf h√∂chstem Niveau, bei der Sie im Mittelpunkt aller √úberlegungen stehen!

Insgesamt bietet die freiwillige GKV eine m√∂gliche Option der Absicherung f√ľr verschiedene Personengruppen. Ob Selbstst√§ndige, Studenten oder Rentner ‚Äď die flexible Art der Mitgliedschaft erm√∂glicht eine individuelle Anpassung an die Lebenssituation und sorgt f√ľr notwendige Sicherheit im Krankheitsfall.