Bitcoin-Artikelreihe Teil 2: Was macht Bitcoin so attraktiv?

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Die Kryptowährung, die durch das Mining regelmäßig an die Community ausgeschüttet wird, besitzt keinen wirklichen Wert. Ich hoffe, das erstaunt Sie nicht! Das Geld, das Sie in der Tasche tragen, besitzt ebenfalls keinen echten Wert. Erst dadurch, dass es von allen Händlern in ganz Europa und beinahe weltweit akzeptiert wird, entsteht der Wert. Genauso ist es dem Bitcoin ergangen.

Niemand hat irgendwo eine Goldreserve gelagert, damit, falls alles andere zusammenbricht, jeder seine Bitcoins zurückbringen und in Gold umtauschen kann. So funktioniert Kryptowährung nicht. Bitcoins erhielten überhaupt erst dadurch einen Wert, dass Händler sie als legales Zahlungsmittel anerkannt haben.

die bekannteste Kryptowährung ist der Bitcoin

Rückblickend muss ich sagen, es ist erstaunlich, woran Nakamoto alles gedacht hat. In der Anfangszeit war es sehr leicht, einen Bitcoin durch Mining zu verdienen. Damit dies aber nicht zu einer Geldschwemme und daraus resultierend zu einer Entwertung führt, werden die Belohnungen für das Mining zirka alle vier Jahre halbiert. So wird die Anzahl der neu hinzukommenden Bitcoins immer stärker reduziert, und dieser Prozess wird ‚Bitcoin-Halving‘ genannt.

Welche Vorteile hat Bitcoin?

Damit ein Händler überhaupt Bitcoin akzeptiert, muss diese Währung einen Vorteil gegenüber herkömmlichen Zahlungsmitteln haben. Hier kommt der Online-Handel ins Spiel. Bitcoin kennt keine Landesgrenzen. Die Blockchain, die das Rückgrat aller Kryptowährungen bildet, befindet sich verteilt auf vielen Millionen Computern weltweit.

Es spielt dabei überhaupt keine Rolle, an welcher Stelle global gesehen eine Transaktion durchgeführt wird. Händler, die internationale Geschäfte betreiben, werden regelmäßig mit teuren Gebühren für Überweisungen belastet. Manche Zahlungsarten wie Paypal sind in einigen Ländern überhaupt nicht verfügbar. Hier spielt Bitcoin seine Stärke aus.

Händler können für eine vergleichsweise geringe Transaktionsgebühr Zahlungen aus der ganzen Welt entgegennehmen. Speziell bei digitalen Produkten, die über das Internet verschickt werden, entsteht dadurch eine Flexibilität, die sonst nicht möglich wäre.

Daneben verfolgt die Blockchain und die Kryptowährungen einen weiteren Zweck. Obwohl Bitcoin – genauso wie Fiatgeld – keinen nominalen Wert besitzen, entsteht durch das Blockchain-Modell eine Stabilität, die normales Geld nicht gewährleisten kann.

Durch das Bitcoin-Halving ist die Menge des Geldes, das neu geschaffen werden kann, nicht nur streng begrenzt, sondern es kann auch akkurat abgeschätzt werden, wieviel neues Geld in welcher Zeit entstehen wird. Notenbanken können im Vergleich dazu jederzeit ohne Limit neues Geld in Umlauf bringen.

Durch die Giralgeldschöpfung wird ebenfalls in großen Mengen Geld in den Markt injiziert. Die Macher der Blockchain sehen darin eine Gefahr.

  • Die ungebremste Vermehrung der Geldmenge erzeugt zwangsläufig Inflation. Diese kann nur durch Wirtschaftswachstum im Zaum gehalten werden. Kommt die Wirtschaft allerdings zum Erliegen, verliert das Geld schlagartig an Wert. Aus der schleichenden wird dann sofort eine galoppierende Inflation.
  • Die Notenbanken sind ein Instrument der Politik. Schon jetzt wird Geld künstlich verknappt, um die Währung zu stabilisieren, oder aber künstlich vermehrt, um die Konjunktur anzukurbeln. Unter dem Begriff der Modern Monetary Theory (MMT) wird das 100 Jahre alte Konstrukt des Keynesianismus zum Wiederkäuen angeboten.

Bitcoin, und damit jede Kryptowährung, ist vor diesen Einflüssen vollständig geschützt. Durch die verteilte Verwaltung und Sicherstellung der Blockchain gibt es kein zentrales Organ, über welches Kurs oder Geldmenge manipuliert werden können.

Auf der Blockchain basierende Kryptowährungen sind damit nicht nur vor krimineller Manipulation geschützt, sondern auch vor Inflation und finanzpolitischen Planspielen.

Über Marco Mahling

Marco Mahling ist als unabhängiger Finanzberater und Versicherungsmakler tätig im Raum München und Ingolstadt, online berät er seine Kunden aber aus ganz Deutschland. Er ist gelernter Bankkaufmann, zertifizierter Fondsspezialist (TÜV-Süd), Experte für private Vorsorge (DMA), qualifizierter Berater zur Riester-Rente sowie Fachmann für Vorsorgemanagement und berät seine Kunden in den Bereichen Ruhestandsplanung, private Krankenversicherung und Immobilien.

Auf Bewertungsplattformen im Internet lässt er sich von seinen Kunden bewerten und hat auf dem Portal von WhoFinance mehr als 500 Referenzen. Über seinen Blog hält er seine Interessenten auf dem Laufenden und informiert seine Kunden regelmäßig per Newsletter.

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